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10 Meter bis zum Meer – Coromandel Peninsula

Die letzten Urlaubstage vor der Abreise in Auckland haben wir auf der Coromandel Peninsula verbracht. Diese schöne Ecke auf der Nordinsel hatte ich bis zum Schluss aufgeschoben, weil das Wetter hier auch im Herbst noch Sonne verspricht und man sich am Hot Water Beach eine heiße Badewanne bauen kann, wenn einem doch mal kalt wird. Das Örtchen Hahei ist ein Paradies für Surfer und unser Campingplatz lag wieder direkt am Meer. So waren wir morgens schwimmen und haben bei Sonnenschein die berühmte Cathedral Cove erkundet. Nur mit der Badewanne am Strand wollte es nicht klappen, weil die Wellen auch bei Ebbe so kräftig waren, dass das kalte Wasser einem immer entgegen peitschte und wir uns trotz Schaufel kein Loch am Hot Water Beach buddeln konnten. Gespürt haben wir die vulkanischen Aktivitäten schon, denn an manchen Stellen hatte man das Gefühl Sand und Wasser kochen, aber Entspannung wollte sich bei dem Gezeitenwetterstress nicht einstellen. Wir sind dann noch für zwei Nächte über Colville bis nach Port Jackson, ganz im Norden dieser Halbinsel gelegen, gefahren. Die Abgeschiedenheit ist wunderschön, solange man nicht, wie ich, aus Unwissenheit beim vorbereiten des Abendessens rohe grüne Bohnen knabbert. Irgendwann sagte mir Nils das Bohnen roh giftig seien. Ich habe die halbe Nacht wach gelegen und darüber nachgedacht, ob sich an diesem Beispiel zeigt, dass die soziale Herkunft das Bildungsniveau entscheidend beeinflusst. Ich habe überlebt und wir haben über die Schlagzeile „Deutsche Touristin stirbt in NZ an Bohnenvergiftung“ gelacht. Alles steht heute auf den Verpackungen („Die Füllmenge kann technisch bedingt variieren…“ blabla), aber das ein Gemüse roh in hohem Maße giftig ist und schon fünf Bohnensamen reichen, um eine tödliche Vergiftung herbeizuführen, dass steht nicht auf der Verpackung. Nun denn: Möge ich weiter dazu lernen und die Allgemeinbildung auf der Welt erhalten bleiben.

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Cathedral Cove
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