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Waipiro Bay and Bye, Bye Paihia

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Breakfast on the balkony / Frühstück in Paihia

Had the chance to make a trip to Waipiro Bay with some guys on my last day (November 19). We arrived there after a winding drive and spent the afternoon on the beach. When I think about Paihia I will always remember the beautiful view that I enjoyed from the balcony and the Jamsession’s on Sunday night at a bar that is called Thirtys. Besides it was great to hear the ocean while falling asleep with an open window. I am excited to find out where I will end up next, because I think it is unusual to drive into a village and think – yes, could stay here for a while – right away.

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Waipiro Bay Beach Day with Clémentine, Marine, Van and Dominik

An meinem letzten Tag in Paihia hatte ich nochmal die Möglichkeit mit einigen Mädels per Auto an eine abgelegene Bucht zu fahren. Nach einer kurvenreichen Fahrt haben wir dann in der Waipiro Bucht einfach am Strand gelegen. Paihia selbst wird mir vor allem wegen dem Ausblick beim Frühstück und der Jamsession Sonntags im Thirtys in Erinnerung bleiben. Außerdem war es natürlich toll das Meer hören zu können bei offenem Fenster und ein wenig nervös bin ich schon, wo es nun hingehen soll und wann ich wieder in einem Ort ankomme und denke hier könnt ich ein paar Wochen bleiben.

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Der Dschungel und die Fahrt ins Schwarze

Aufgeschnapptes Zitat des Tages (Juchu, eine neue Kategorie):

„Do you mind, if we sit outside? Are you from Antarctica? No, we are from England.”

Ich hatte einen wunderbaren Tag mit vielen Erlebnissen. War zwar noch nicht ganz fit und habe es etwas übertrieben mit meiner 14 km Rundwanderung von Paihia via Opua und Okiato nach Russell, aber es war einfach Unwissenheit, aus der ich das Beste gemacht habe. Man sollte eben nicht ohne Flyer loswandern. Mich hatte gegen 14 Uhr die Wanderlust gepackt, weil so schöner Sonnenschein war. Dachte ich lauf einfach mal (alleine) los, weil ich die Tour schon seit einigen Tagen im Kopf hatte und es hat sich gelohnt. Den ersten Abschnitt des Küstenwanderweges hatte ich schon mal gemacht.

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In Opua ging es mit der Fähre weiter und ab Okiato führt der Weg durch einen kleinen Dschungel. „Gute Fitness erforderlich“ fand ich allerdings leicht untertrieben. Es ging wirklich recht weit akut die Hügel rauf und runter – von Bucht zu Bucht eben und mit diversen Treppenstufen. Wenn man die Höhenunterschiede überstanden hat, macht einem auf dem letzten Drittel die Länge an sich zu schaffen.

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Auf dem Flyer, den ich mir auf halbem Weg erneut besorgt habe, um das Ausmaß meines Unternehmens besser erfassen zu können, heißt es: Rundwanderweg mit vielen Möglichkeiten für Start- und Endpunkte. Das leuchtete mir nicht gleich ganz ein, aber ah doch da steht es: ich kann mir an einem beliebigen Punkt, an dem der Weg eine Straße kreuzt ein Taxi rufen. Der Flyer ist wirklich großartig.

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Sunset in Russell / Sonnenuntergang in Russell

Bei Ankunft am Strand in Russell habe ich einen perfekten Sonnenuntergang beobachtet und weil die Fähre gerade abfuhr, bin ich schick in Wanderstiefeln essen gegangen. Man muss ja jede Stunde sinnvoll nutzen. Dort habe ich dann das eingangs zitierte Gespräch zwischen den Gästen und der Kellnerin aufgeschnappt und verdammt leckere Süßkartoffelbällchen mit Curry und Reis gegessen. Meine Rückfahrt mit der Fähre wurde auch noch zum besonderen Erlebnis, weil zu meiner großen Verwunderung während der Überfahrt auf dem Schiffchen kein einziges Lichtlein an war. Ja, ja, ich weiß. Die Kiwis sind umweltbewusst und wollen Strom sparen. Nicht mal ein (verdammtes) Notausgangsschild gab es, aber mal ehrlich, wo soll der Notausgang auch hinführen…in die schwarze See!? So stelle ich mir jedenfalls die Fahrt vom Diesseits ins Jenseits vor und mir fallen plötzlich die bewegenden Vorlesungsmomente von Prof. Dr. Baumbach wieder ein. Es war wirklich stock finster, was aber die ca. 30 Passagiere nicht im Geringsten störte. Mich eigentlich auch nicht. Im Gegenteil. Irgendwie war es romantisch, die kleinen Inseln hier in der Bay of Island nur erahnen zu können und die Lichter am Strand in der Ferne zu sehen. Auch in der Kabine des Kapitäns kein Licht, aber ich übe mich darin zu vertrauen. Sicher im Hafen von Paihia gestrandet bin ich dann noch Straßenkünstlern in die Arme gelaufen, die mit Feuer jongliert haben. Ich hatte es heute irgendwie mit dem Licht. Zu meiner großen Freude trug einer der Nachwuchskünstler ein T-Shirt mit dem Aufdruck: Young and Hungry – Festival for New Theater. Das fand ich sehr inspirierend und habe mir auf dem kurzen Weg nach Hause neue Festivalnamen ausgedacht. Wie wäre es mit: Qualifiziert, aber bezahlt wird nicht! Theater für die nächste Generation. Oder: Talentiert und übermütig! Theater von Backpackern für Burnoutpatienten. Nicht witzig und ich bin auch nicht mehr in der Lage das jetzt ins Englische zu übersetzen.

PS: “Full Circle Day Walk, with many options for start and end points. Do as much or as little as you choose. Good level of fitness required on hilly sections.” (Auf dem ganzen Weg von Okiato nach Russell habe ich nur drei Menschlein getroffen und zwei Autos fahren sehen. Grün soweit das Auge reicht. Keine Chance nicht weiter zu wandern, aber hervorragend beschildert.)

PPS: Der Wanderweg wurde 2006 mit Unterstützung des von mir dank persönlicher Erfahrungen heiß geliebten Internaional Rotary Club eröffnet. Mehr dazu beim nächsten Kaffee.

PPPS: Es ist wirklich ein schöner Wanderweg.

 

Friday on my mind

Die Tasse virtuelle heiße Milch mit Honig und andere liebe Gruesse haben geholfen. Nach vier anstrengenden Tagen ging es mir heute tatsächlich deutlich besser (vielleicht sind es diese Grippetabletten vom Supermarkt?). Da habe ich gleich mal einen langen Strandspaziergang gemacht und an Euch alle – die ihr am Schreibtisch sitzt oder Sitzungen über Euch ergehen lasst – gedacht und mir einen Kaffee für 6 Dollar gegönnt! Macht mal mit mir Pause. Smile! Meine Zimmernachbarinnen klagen nun leider über Halsschmerzen, was natürlich richtig blöd ist. Naja, ist halt Frühling. Es weht ein sehr frischer Wind hier am Wasser und man kann sich trotz Sonnenschein nicht zwischen Halstuch, T-Shirt und Jacke entscheiden. Sehr wechselhaft. Egal. Wochenende und ich freu mich auf Livemusik. Nicht das ich heute Abend gleich ausgehen will, aber gegenüber gibt es eine Bar die sympathischer weise „Thirty“ heißt und da war ich letzten Sonntag zu einer Jamsession. Um die Ecke im “Alfresco`s” spielt außerdem regelmäßig am Sonntagnachmittag eine 2-Mann-Band mit dem Namen „Double Trouble“. Die sind auch gut. Wenn ich also Übermorgen wieder das Tanzbein schwingen kann bin ich zufrieden.

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The Mousetrap Backpackers

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My Hostel

You wonder where I live right now!? I can see the ocean from the balcony of The Mousetrap Backpackers while I am writing this post, so this comfy hostel is really just 3 minutes away from the beach. I felt like home immediately for various reasons. The owners are very friendly, the living rooms are really comfy, there is a nice garden, a BBQ spot, you can borrow bikes and they offer you coffee and tea for free. Things like that really make a difference when you travel. Actually, I should keep the secret, but never mind. I started to work here three days ago for accommodation, because I figured it would be nice to live here for a while. Yesterday we had a little BBQ and I joined them with my vegetarian soup! I need to find a second job though to make sure that I can save some money.

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View from Balcony / Ausblick vom Balkon aus Richtung Strand

Mein neues Hostel: The Mousetrap Backpackers

Falls sich jemand fragt, wo ich gerade abgestiegen bin…ich sehe das Meer vom Balkon aus während ich diesen Beitrag schreibe und das Hostel The Mousetrap Backpackers ist wirklich nur 3 Minuten vom Strand entfernt. Mir hat es hier gleich gefallen mit dem großen Garten, dem Grillplatz, und den liebevoll eingerichteten Gemeinschaftsräumen (viele Holzmöbel und Strandfundstücke). Die Besitzer sind außerdem sehr nett und man kann kostenlos ein Fahrrad leihen und es gibt Kaffee & Tee. So kleine Dinge, die aber auf Reisen wirklich einen Unterschied machen in Punkto Wohlfühlfaktor. Eigentlich ist das ein echter Geheimtipp, den ich für mich behalten sollte, weil schon zu viele Deutsche den Weg hierher finden, aber ich will mal nicht so sein. Ich habe vor drei Tagen angefangen hier zu arbeiten (2 Stunden pro Tag gegen Unterkunft), weil ich dachte es könnte ganz schön sein mal ein paar Wochen direkt am Meer zu wohnen. Gestern wurde der Grill angeschmissen und ich habe mich mit meiner vegetarischen Suppe dazu gesetzt. Es war ein schöner Abend.

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Living Room / Wohnstube

Paihia and Bay of Islands

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Paihia Habour / Hafen und Strand von Paihia

Paihia is much smaller, compared with Whangarei, but the Bay of Islands catches your attention immediately and you can’t help but search the ocean for islands, boats and birds. The waterfront reminds me of Halifax in a certain way and I really like it. I made a hike to the Falls and saw a lot of birds. In fact there was a tree with so many couples of birds that I thought the perches might break under the burden.

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Birds, Birds, Birds

On my way back from that hike I passed through the area were the treaty of Waitangi was signed and talked to an old man who told me that today is not only Labor Day, but also (and more important for the people) the “real” Independence Day. They will have a meeting tonight to discuss new developments and stuff in New Zealand Society and I even saw that they are using a different flag. I’m not an expert, when it comes to history and this whole subject needs more research for sure. Paihia is kind of the birthplace of the nation and New Zealand’s most historique site (http://www.nzhistory.net.nz/politics/treaty-of-waitangi). We talked a while about politics and stuff and he finished with the phrase “What do we need money for anyway”, after telling me, that we are really far away from anything here, the weather is never too cold, the seeds grow and life can be great, if the people have a good heart. He asked me about the latest news in Europe. The apples, that the German farmers can’t export to Russia right now, because of the Ukraine crisis came up to my mind first (article in the TAZ). Irony, of course. I realized, that I haven’t fallowed any news since I’m here – no TV, no radio and no newspapers. Lot’s of time for independent thinking instead. That’s it for today…I’m really tired.

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Paihia und die Tausend Inseln

Paihia ist, im Vergleich zu Whangarei, viel kleiner, aber die Bay of Islands zieht alle Aufmerksamkeit auf sich und man kann gar nicht aufhören am Horizont nach neuen Inseln, Booten und Vögeln Ausschau zu halten. Die Hafenpromenade erinnert mich irgendwie an Halifax in Kanada und deshalb fühlte ich mich hier gleich sehr wohl. Ich habe gleich eine Wanderung zu den Wasserfällen gemacht und auf dem Weg ebenfalls viele Vögel gesehen. In einem Baum waren so viele Nester und Vögel, dass ich mir dacht die Äste müssten eigentlich unter dem Gewicht gleich durchbrechen. Als ich später mit anderen Leuten aus dem Hostel sprach, die die gleiche Wanderung gemacht haben, war ich überrascht, dass einige den Baum nicht gesehen hatten. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin an dem Gelände mit Museum vorbei gekommen, wo der Vertrag von Waitangi zwischen den Europäern und den Maori unterschrieben wurde. Die Maori sind die Ureinwohner Neuseelands. Ich sprach mit einem älteren Herrn und er erzählte mir, dass heute nicht nur Labor Day sei, sondern auch, und das sei viel wichtiger für die Maori, der „richtige“ Independence Day. Er hat auch erzählt, dass heute Abend ein Treffen der führenden Maori stattfinden wird, wo sie wichtige gesellschaftliche Entwicklungen in Neuseeland diskutieren werden. Sie benutzen auch eine andere Flagge. Ich weiß zu wenig über die Geschichte Neuseelands und sollte die Zusammenhänge und Hintergründe mal recherchieren. Paihia ist der Ort, in dem sich die Geburtsstunde Neuseelands als Nation abgespielt hat. Wir haben noch eine Weile über Politik und aktuelle Entwicklungen gesprochen und ich erinnere mich noch gut daran, dass er mich fragte: “What do we need money for?” Wir seien doch hier weit ab von allem, das Wetter sei nie zu schlecht, die Samer gehen im Boden auf und das Leben kann großartig sein, wenn die Menschen ein gutes Herz haben. Er fragte mich auch nach Neuigkeiten aus Europa. In dem Moment fielen mir die Äpfel ein, die deutsche Bauern im Moment wegen der Ukrainekrise nicht nach Russland exportieren können. Ich hatte den Artikel in der TAZ gelesen. Seitdem ich in Neuseeland angekommen bin habe ich überhaupt keine Nachrichten mehr bewusst gelesen, gehört oder verfolgt. Da bleibt viel mehr Zeit um frei nachzudenken.

 

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Mein neue Lieblingsplatz