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Forest of Opua or All Roads end in…

I had a day off today, because I did a double shift the other day. I was about to book a tour on a boat, but it is so expensive and the weather was alternating between rain and sunshine. So, I ended up doing another trail – The Oromahoe Road Travers (2 1/2 h) – and hell yes, it was an adventure. The trail starts in Paihia and passes the forest of Opua. It is a great walk, but the trail was far longer than it was supposed to be. Just found out on the web-side, that this equates to about 8,000 steps. Gusts of wind blow me away literally, when I reached the highest points and wanted to enjoy the look-outs. 

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Oromahoe Road Traverse / Paihia Bush Trail

The other problem was, that the trail “ended” on a road that is still under construction and all of a sudden there were no signs anymore. I turned right and walked for about 30 minutes, but saw nothing but forest and figured that it would be better to walk all the way back and try left. So it happened and then I walked for another 30 minutes on the same road into the other direction, but no sign at all and I had really no clue. The only thing I knew was that I was still not in Opua although I walked for 4 hours.

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Forest of Opua / Im Wald

I turned again, because I figured that I should walk all the way back through the woods, because at least I knew where I came from…then, after a while I found a little path and ended up in front of a house – number 303. The guy saw me and came out right away. I told him I was lost and he smiled and said that he could give me a ride back to the main road. It turned out that this happens to people every single day and that he called the community service a couple of times to complain about it. He also told me that it is cool that I enjoy walking and that I should not hesitate to discover more trails, but that I need to learn to find my way with the help of the cardinal points. “You will get better on this, after a while.” Well I hope so and would like to thank you stranger! You saved my day! Not to forget that I walked back from Opua to Paihia for another two hours, but hej: easy going, if you know that you are on the right trail for sure.

http://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/tracks-and-walks/northland/bay-of-islands/oromahoe-road-traverse/

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Alle Wege führen nach (Opua?)

Ich hatte heute einen zusätzlichen freien Tag, weil ich Vorgestern eine Doppelschicht gemacht habe. Wir haben in einem anderen Haus, das im Sommer auch vermietet werden soll, den Frühjahresputz gemacht. Eigentlich wollte ich heute eine Bootstour buchen, aber das Wetter war dann sehr wechselhaft und dafür war es mir doch wieder zu teuer. So kam es, dass ich einen weiteren Wanderweg – Oromahoe Road Traverse – nach Opua ausprobierte und mich erneut verlaufen habe. Der Weg ist zunächst gut beschildert, führt von Paihia durch den Wald Richtung Opua, und ist mit 2 ½ Stunden veranschlagt. Man wandert direkt auf dem Kam entlang. Ich konnte die schönen Ausblicke nicht recht genießen, weil mich Regen und Wind getrieben haben, als ich die höchsten Punkte erreicht hatte. Das Wetter ging mir aber weniger auf den Zeiger, als die fehlenden Schilder am Wegesrand. Der Wald spuckt einen quassi auf einer nicht vollendeten Straße aus und man hat keinen blassen Schimmer, ob man nun nach rechts oder nach links laufen soll, weil man die verdammte Bucht vor lauter Bäumen nicht sieht. Ich bin erst gute 30 Minuten nach rechts gelaufen und dann umgekehrt und von dem Punkt aus, wo ich den Wald verlassen hatte, 30 Minuten nach links, aber nichts. Ich wusste wirklich nicht weiter und hatte mich bereits damit abgefunden genau den gleichen Weg durch den Wald zurück zu laufen, weil ich immerhin noch wusste woher ich gekommen war. Dann fand ich einen kleinen Weg und stand plötzlich vor einem Haus mit der Hausnummer 303 (auf welcher Straße eigentlich?). Da kam mir gleich ein Herr entgegen und lächelte, als ich sagte ich hätte mich verlaufen. Passiert jeden Tag, meinte er, und hat mich (nach links liebe Wanderer – links!) zur großen Straße zurück gefahren und mir 45 Minuten erspart. Davon hatte ich 30 Minuten ja schon mal gemeistert und hatte dann aufgegeben. Auf dem Weg meinte er noch, dass er es super findet, dass ich die Wanderwege erkunde, aber ich müsste noch besser darin werden mich anhand der Himmelsrichtungen zu orientieren. Ich werde daran arbeiten und möchte dem Unbekannten von Herzen danken. Bin dann auch ohne zu murren die zwei Stunden an der Küste zurück nach Paihia gewandert. Fast leichten Fusses, denn immerhin kannte ich den Weg bereits.

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Costal Walk / Küstenwanderweg

 

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Der Dschungel und die Fahrt ins Schwarze

Aufgeschnapptes Zitat des Tages (Juchu, eine neue Kategorie):

„Do you mind, if we sit outside? Are you from Antarctica? No, we are from England.”

Ich hatte einen wunderbaren Tag mit vielen Erlebnissen. War zwar noch nicht ganz fit und habe es etwas übertrieben mit meiner 14 km Rundwanderung von Paihia via Opua und Okiato nach Russell, aber es war einfach Unwissenheit, aus der ich das Beste gemacht habe. Man sollte eben nicht ohne Flyer loswandern. Mich hatte gegen 14 Uhr die Wanderlust gepackt, weil so schöner Sonnenschein war. Dachte ich lauf einfach mal (alleine) los, weil ich die Tour schon seit einigen Tagen im Kopf hatte und es hat sich gelohnt. Den ersten Abschnitt des Küstenwanderweges hatte ich schon mal gemacht.

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In Opua ging es mit der Fähre weiter und ab Okiato führt der Weg durch einen kleinen Dschungel. „Gute Fitness erforderlich“ fand ich allerdings leicht untertrieben. Es ging wirklich recht weit akut die Hügel rauf und runter – von Bucht zu Bucht eben und mit diversen Treppenstufen. Wenn man die Höhenunterschiede überstanden hat, macht einem auf dem letzten Drittel die Länge an sich zu schaffen.

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Auf dem Flyer, den ich mir auf halbem Weg erneut besorgt habe, um das Ausmaß meines Unternehmens besser erfassen zu können, heißt es: Rundwanderweg mit vielen Möglichkeiten für Start- und Endpunkte. Das leuchtete mir nicht gleich ganz ein, aber ah doch da steht es: ich kann mir an einem beliebigen Punkt, an dem der Weg eine Straße kreuzt ein Taxi rufen. Der Flyer ist wirklich großartig.

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Sunset in Russell / Sonnenuntergang in Russell

Bei Ankunft am Strand in Russell habe ich einen perfekten Sonnenuntergang beobachtet und weil die Fähre gerade abfuhr, bin ich schick in Wanderstiefeln essen gegangen. Man muss ja jede Stunde sinnvoll nutzen. Dort habe ich dann das eingangs zitierte Gespräch zwischen den Gästen und der Kellnerin aufgeschnappt und verdammt leckere Süßkartoffelbällchen mit Curry und Reis gegessen. Meine Rückfahrt mit der Fähre wurde auch noch zum besonderen Erlebnis, weil zu meiner großen Verwunderung während der Überfahrt auf dem Schiffchen kein einziges Lichtlein an war. Ja, ja, ich weiß. Die Kiwis sind umweltbewusst und wollen Strom sparen. Nicht mal ein (verdammtes) Notausgangsschild gab es, aber mal ehrlich, wo soll der Notausgang auch hinführen…in die schwarze See!? So stelle ich mir jedenfalls die Fahrt vom Diesseits ins Jenseits vor und mir fallen plötzlich die bewegenden Vorlesungsmomente von Prof. Dr. Baumbach wieder ein. Es war wirklich stock finster, was aber die ca. 30 Passagiere nicht im Geringsten störte. Mich eigentlich auch nicht. Im Gegenteil. Irgendwie war es romantisch, die kleinen Inseln hier in der Bay of Island nur erahnen zu können und die Lichter am Strand in der Ferne zu sehen. Auch in der Kabine des Kapitäns kein Licht, aber ich übe mich darin zu vertrauen. Sicher im Hafen von Paihia gestrandet bin ich dann noch Straßenkünstlern in die Arme gelaufen, die mit Feuer jongliert haben. Ich hatte es heute irgendwie mit dem Licht. Zu meiner großen Freude trug einer der Nachwuchskünstler ein T-Shirt mit dem Aufdruck: Young and Hungry – Festival for New Theater. Das fand ich sehr inspirierend und habe mir auf dem kurzen Weg nach Hause neue Festivalnamen ausgedacht. Wie wäre es mit: Qualifiziert, aber bezahlt wird nicht! Theater für die nächste Generation. Oder: Talentiert und übermütig! Theater von Backpackern für Burnoutpatienten. Nicht witzig und ich bin auch nicht mehr in der Lage das jetzt ins Englische zu übersetzen.

PS: “Full Circle Day Walk, with many options for start and end points. Do as much or as little as you choose. Good level of fitness required on hilly sections.” (Auf dem ganzen Weg von Okiato nach Russell habe ich nur drei Menschlein getroffen und zwei Autos fahren sehen. Grün soweit das Auge reicht. Keine Chance nicht weiter zu wandern, aber hervorragend beschildert.)

PPS: Der Wanderweg wurde 2006 mit Unterstützung des von mir dank persönlicher Erfahrungen heiß geliebten Internaional Rotary Club eröffnet. Mehr dazu beim nächsten Kaffee.

PPPS: Es ist wirklich ein schöner Wanderweg.

 

Russel and Opua

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Russel village / Das kleine Dörfchen Russel

I will soon need a new pair of shoes, because I am walking so much. Took a ferry and spent a day in Russel two days ago and discovered the Magic of the area around Tapeka Point. You can find walkways everywhere and will always end up in a nice Bay and there are some pretty nice old houses over there too. Whenever I see a Kiwi sign I get excited, but a local told me that they have very good ears and will hear me coming closer and slip away. Yesterday I walked the costal walkway to Opua and because there was no public bus I walked back as well. My feet were burning, but at least I can say that I had ice cream in the neighboring place and the view I enjoyed was inestimable. Besides I started to work for accommodation in a hostel called The Mousetrap Backpackers. I liked the place right away, so I figured I should stay for a while and it worked out. I will introduce you to the hostel in my next post.

A garden in Russel / Ein Garten in Russel
A garden in Russel / Ein Garten in Russel

Nachmittage in Russel und Opua

Ich werde bald ein neues Paar Schuhe benötigen, weil ich so viel wandern gehe. Vorgestern bin ich mit einer Fähre nach Russel geschippert und war dort in verschiedenen Buchten unterwegs. Russel ist ein kleines Dörfchen mit schönen alten Häusern und einigen Cafés und Gaststätten. Egal in welche Richtung man läuft, man findet immer einen kleinen Wanderweg der an einen schönen Strand führt. Ich war am Tapeka Point und das Fleckchen wird mit einem Schildchen beworben auch dem steht “Entdecken Sie die Magie des Ortes”. Wahrscheinlich kann ich jeden Tag einen neuen Weg erwandern. Gestern bin ich in den Nachbarort Opua gelaufen. Der Weg führt direkt an der Küste entlang und ich konnte die Segelboote beobachten. Zur Belohnung gab es Eis, bevor ich dann wieder zurück gestiefelt bin, weil es natürlich keinen öffentlichen Bus gibt. Nebenbei arbeite ich seit drei Tagen für zwei Stunden am Tag in einem Hostel namens The Mousetrap Backpackers und kann dafür dort wohnen. Ich werde das Hostel im nächsten Beitrag mal vorstellen und ein paar Bildern hochladen. 

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Selfie at Takepa Point / Selbstportrait am Takepa Point