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Sonnige Seegras- und Haifischgedanken

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Maori Beach

Bei strahlendem Sonnenschein habe ich mich heute nochmal auf den Weg zum Maori Beach gemacht. Diesmal ohne Mädels, aber dafür hatte ich meinen Hula Hoop dabei (nicht das das ein guter Ersatz für Euch wäre…) und es gibt bei einem so tollen Wanderweg immer etwas Neues zu entdecken. Auf dem Hinweg hatte ich Flut und gegen Abend war dann Ebbe, sodass ich alle Meeresspuren ganz frisch fotografieren konnte. Entstanden sind zahlreiche Fotos von schimmernden Wellen im Sand und Seegrasresten. Hier, rund um Stewart Island gibt es die meisten Seegrassorten in ganz Neuseeland.

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Abendsonnenschein bei Ebbe
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Seegras

Dabei fällt mir ein, dass ich auch noch etwas anderes berichten wollte. Mir ist zu Ohren gekommen, dass es hier rund um Stewart Island / Rakiura tatsächliche einige Haie gibt. Um nicht zu sagen, die Gegend steht auf der Liste der besten Orte, um Haie zu sehen auf Platz 3. Man kann im Ort auch tatsächliche eine „Hai-Beobachtungstour“ buchen. Dabei wird der interessierte Mensch in einem Käfig gesichert und der Hai wird mit Futter angelockt. Hautnaher Nervenkitzel. Die Sache ist im Ort zu Recht umstritten, weil die Haie sehr wahrscheinlich ihr natürliches Verhalten ändern. Sie lernen schnell und assoziieren (Hai-Entertainment)Boote mit Futter, was die Fischer gar nicht gut finden. Die HaifischUNTERNEHMER (doppeldeutig – auf der ganzen Welt – grins) streiten das natürlich ab, aber wenn man ein wenig mitdenkt scheint mir das eine logische Argumentation zu sein. Ich übrigens werde mein Schwimmverhalten, ob dieser Neuigkeiten, nicht ändern und war heute wieder im eiskalten Nass. Es war einfach zu verlockend schön am Maori Beach und das Leben ist eh kurz. Da ich heute einen ACHTUNG freien Arbeitstag hatte, konnte ich bei Sonnenuntergang auch noch zum Hafen spazieren. Man kann dort mit etwas Glück Pinguine beobachten, aber ich habe nur andere Zweibeiner gesehen, die auch auf der Lauer waren.

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Die Beobachter

Mir wurde schnell langweilig und ums Eck saß ein alter Mann auf seinem Boot und beobachtete das Treiben. Ja ja, sagte er…er habe dort gestern gegen 22h30 Pinguine gesehen…ich konnte keine zwei Stunden warten, weil mir eh schon kalt war und als er davon berichtete, dass er neulich einen toten Pinguin gefunden und das Brustfleisch gegessen habe, wurde es mir mit der Stimmungslage zu düster. Er habe den Pinguin tot gefunden – nicht getötet, aber eben ganz frisch und das Brustfleisch sei sehr zart, wie manche Tierherzen. Ich sei Vegetarierin habe ich noch hinzugefügt und mich dann strahlend verabschiedet. Schöne Träume allerseits!

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Paua and Beaches – Days on Stewart Island

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On my way to maori Beach

I already spent a view days on Stewart Island and sometimes I feel like Robinson Crusoe – especially, when I have a beautiful beach for my own. The first two days we had perfect sunshine and the girls (Barbara, Sarah and Domi) where here on the island as well, so we walked to Maori Beach together. The turquoise bays and sandy beaches are very impressive and you can’t do anything but wonder how peaceful and beautiful this island is.

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The Place I call my new home in February – Oban / Stewart Island

Oban, the only little town here, has about 300 inhabitants and some tourists arrive every day by ferry, but that’s about it. It’s very calm really and I haven’t met a lot of Germans neigther. I started to work here in a restaurant that’s called Church Hills Restaurant and Oyster Bar. It’s a lovely little place with a familiar atmosphere. Most of the food is homemade (like the pasta, the breads and the desserts) and they even grow their own vegetables, salats, berries and spicies in the garden. It’s not about the money, but about the experiences for the costumers really. The owners Deanne and Chris are hearty people and they wish that their guests have a great evening here with fantastic food to taste and an excellent service to experience. It’s a very rare attitude nowadays, but the people who find their way to this little place really love it – myself included. I live next door to the restaurant and have two small rooms for my one. I work from 6 pm till late in the kitchen, but it’s not stressful, because they limit the number of costumers to the number that we can handle. Every plate is a little artistic masterpiece with a flower as a decoration and things like that. We often eat together after work and I learn a lot about the Kiwi way of life finally. Two days ago Chris and I, we drove to the bay to get some fresh Paua and Crayfish. It was too cold for me to go diving or swimming, so I spent the time in the kayak and just gazed at the Paua, because they move so smooth. This morning I went swimming to wake me up. I can highly recommend Stewart Island! You will find the places here that you have in mind when you start thinking about traveling to New Zealand.

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Fresh Paua (Muscheln)

Paua und Strände – Tage auf Stewart Island

Nun bin ich bereits seit einigen Tagen auf Stewart Island im Inselfieber und fühle mich manchmal wie Robinson Crusoe. An den ersten zwei Tagen hatten wir strahlenden Sonnenschein und zufällig waren die Mädels (Barbara, Sarah und Domi) auch auf der Insel und wir konnten eine tolle Wanderung zum Maori Beach unternehmen. Die türkisfarbenen Buchten und einsamen Strände sind einfach der Wahnsinn und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Oban, das einzige Örtchen auf der Insel, ist eine 300 Seelengemeinde und täglich kommen hier mit der Fähre ein paar Touristen an, die Ruhe suchen und oft den Great Walk machen wollen. Insgesamt ist aber im Prinzip nix los und man hat die Insel gefühlt für sich allein. Man trifft auch nicht mehr viele Deutsche! Ich habe hier angefangen in einem Restaurant (Church Hill Restaurant and Oyster Bar) zu arbeiten und es ist alles sehr familiär und stressfrei. Nach 3 Monaten in Neuseeland erlebe ich hier nun mein persönliches Kiwi-Gastfreundschaftswunder. Die Besitzer Deanne & Chris sind Lebenskünstler und machen es mir so unglaublich leicht mich wie zu Hause und willkommen zu fühlen. Ich wohne hinter dem Restaurant in zwei kleinen eigenen Zimmerchen, von 18 bis 22 Uhr helfe ich in der Küche und danach sitzen wir zusammen und essen gemeinsam Abendbrot. Es fühlt sich eigentlich nicht wie arbeiten an. Die Beiden nehmen nur so viele Gäste an, wie Sie auch meistern können und der Service- und Qualitätsanspruch ist hier im Restaurant sehr hoch. Das Gemüse kommt oft aus dem eigenen Garten, die Pasta, die Brote, etc. alles wird hausgemacht und frisch zubereitet. Es geht weniger um Gewinn als vielmehr wirklich darum, den Gästen ein leckeres Essen vor die Nase zu setzen und zu einem rundum schönen Abend beizutragen. Jeder Teller, der unsere Küche verlässt, ist ein kleines Kunstwerk.

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Churchill Restaurant and Oyster bar in Oban on Stewart Island

Wir reden auch sehr viel über die Arbeitseinstellung der Deutschen, die Sachlickeit und manchmal vielleicht auch Verkrampftheit und was einen guten Arbeitgeber ausmacht. Ich glaube, ich hatte eine Dossis zuviel Kiwi-Frohsinn, denn ich habe vor zwei Tagen eine im nachhinein vielleicht nicht sehr clevere (unprofessionelle…) Bewerbung nach Deutschland geschickt. Es ist einfach so schrecklich langweilig sachliche Bewerbungen ans andere Ende der Welt zu schicken, wenn man gerade eine ganz andere Haltung kennen lernt. Naja egal. Das kann man glaube ich nur nachvollziehen, wenn man das selber erlebt hat und wie Chris sagen würde, wenn sie dies oder das negativ auslegen, dann willst du da auch garnicht arbeiten. Liebe Arbeitgeber, falls ihr mich googelt und auf diesem Blog landet – nehmt es alles nicht so ernst. Vor zwei Tagen war ich mit Chris in der Bucht und er hat nach „Paua“ (Muscheln) getaucht und wir haben den lebendigen Hummer geholt, den er dort in einem Käfig in der Bucht lagert. Ich war eigentlich nur im Kajak, weil mir recht kalt war, und habe die frischen Paua beäugt. Sehen aus wie Schnecken und bewegen sich auch so geschmeidig.

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Evening Bay

Gestern bin ich zum Ackers Point gewandert und heute Morgen war ich im Meer schwimmen, um wach zu werden. Ich kann Stewart Island nur jedem empfehlen! Hier findet man tatsächlich die ruhigen Buchten und Strände, die man sich ausmalt, wenn man an Neuseeland denkt.