Tag Archives: Hiking

Lunch auf dem Vulkan

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Blick von Rongitoto auf die Skyline von Auckland

Ich habe unter Backpackern oft vernommen, dass ihnen Auckland nicht gefallen hat. Nach insgesamt drei Wochen hier (Ort meiner Ankunft und Abreise) kann ich diese Meinung nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich bin überrascht, wie gut mir Auckland gefällt. Das ist mir in dieser finalen Woche nochmal klar geworden. In der Innenstadt begeistern mich die Vulkanhügel, Parks und multi-kulti Straßen. Außerdem ist die Nähe zu Devenport und den Inseln unschlagbar und bis Piha an der wilden Westküste braucht man auch nur 40 Minuten. Wir haben heute spontan einen Ausflug zur Insel Rongitoto gemacht und dort auf dem Vulkan – mit fantastischem Ausblick auf die Skyline – unseren mitgebrachten Kartoffelsalat verspeist. In welcher Metropole kann man Downtown eine Fähre nehmen, die einen zwanzig Minuten später auf einer nahezu unbewohnten vulkanischen Insel absetzt? Nach vier Stunden hatten wir nicht mal die Hälfte der Insel erkundet, ganz zu schweigen von den Lava-Caves. Liebe Backpacker: Wart ihr im Cornwall Park, auf dem Mount Eden, am Hafen, in Ponsonby, im Zoo oder auf wenigstens einer der nahegelegenen Inseln??? Nein. Dann hängt nicht auf dem Hostelsofa rum, sondern geht spazieren.

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Tracks on Stewart Island

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Inseln wohin man schaut!
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Übersichtskarte zu den Wanderwegen auf Stewart Island

Stewart Island is a walking paradise. I have done the Ryans Creek Track (8 km) and the Track from Bragg Bay to Horseshoe Bay via Dead Mans Beach (3,5 km) lately and I found my new favorite spot on the island! It’s such a gift to be able to live here for two month and discover all the places that I would miss as a tourist. Let’s praise mother nature with some pictures!

Stewart Island ist ein Paradies für wanderlustige Menschen. Ich habe in den letzten Tagen den Ryans Creek Track (8 km) und den Track von der Bragg Bay zur Horseshoe Bay über den Dead Mans Beach gemeistert. Es ist toll hier zwei Monate verbringen zu können und all die Wege zu gehen, die man als normaler Reisender mit begrenzter Zeit verpassen würde. Mutter Natur ist hier so unberührt schön, dass es einem schwer fällt nicht zu fotografieren.

Forest of Opua or All Roads end in…

I had a day off today, because I did a double shift the other day. I was about to book a tour on a boat, but it is so expensive and the weather was alternating between rain and sunshine. So, I ended up doing another trail – The Oromahoe Road Travers (2 1/2 h) – and hell yes, it was an adventure. The trail starts in Paihia and passes the forest of Opua. It is a great walk, but the trail was far longer than it was supposed to be. Just found out on the web-side, that this equates to about 8,000 steps. Gusts of wind blow me away literally, when I reached the highest points and wanted to enjoy the look-outs. 

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Oromahoe Road Traverse / Paihia Bush Trail

The other problem was, that the trail “ended” on a road that is still under construction and all of a sudden there were no signs anymore. I turned right and walked for about 30 minutes, but saw nothing but forest and figured that it would be better to walk all the way back and try left. So it happened and then I walked for another 30 minutes on the same road into the other direction, but no sign at all and I had really no clue. The only thing I knew was that I was still not in Opua although I walked for 4 hours.

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Forest of Opua / Im Wald

I turned again, because I figured that I should walk all the way back through the woods, because at least I knew where I came from…then, after a while I found a little path and ended up in front of a house – number 303. The guy saw me and came out right away. I told him I was lost and he smiled and said that he could give me a ride back to the main road. It turned out that this happens to people every single day and that he called the community service a couple of times to complain about it. He also told me that it is cool that I enjoy walking and that I should not hesitate to discover more trails, but that I need to learn to find my way with the help of the cardinal points. “You will get better on this, after a while.” Well I hope so and would like to thank you stranger! You saved my day! Not to forget that I walked back from Opua to Paihia for another two hours, but hej: easy going, if you know that you are on the right trail for sure.

http://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/tracks-and-walks/northland/bay-of-islands/oromahoe-road-traverse/

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Alle Wege führen nach (Opua?)

Ich hatte heute einen zusätzlichen freien Tag, weil ich Vorgestern eine Doppelschicht gemacht habe. Wir haben in einem anderen Haus, das im Sommer auch vermietet werden soll, den Frühjahresputz gemacht. Eigentlich wollte ich heute eine Bootstour buchen, aber das Wetter war dann sehr wechselhaft und dafür war es mir doch wieder zu teuer. So kam es, dass ich einen weiteren Wanderweg – Oromahoe Road Traverse – nach Opua ausprobierte und mich erneut verlaufen habe. Der Weg ist zunächst gut beschildert, führt von Paihia durch den Wald Richtung Opua, und ist mit 2 ½ Stunden veranschlagt. Man wandert direkt auf dem Kam entlang. Ich konnte die schönen Ausblicke nicht recht genießen, weil mich Regen und Wind getrieben haben, als ich die höchsten Punkte erreicht hatte. Das Wetter ging mir aber weniger auf den Zeiger, als die fehlenden Schilder am Wegesrand. Der Wald spuckt einen quassi auf einer nicht vollendeten Straße aus und man hat keinen blassen Schimmer, ob man nun nach rechts oder nach links laufen soll, weil man die verdammte Bucht vor lauter Bäumen nicht sieht. Ich bin erst gute 30 Minuten nach rechts gelaufen und dann umgekehrt und von dem Punkt aus, wo ich den Wald verlassen hatte, 30 Minuten nach links, aber nichts. Ich wusste wirklich nicht weiter und hatte mich bereits damit abgefunden genau den gleichen Weg durch den Wald zurück zu laufen, weil ich immerhin noch wusste woher ich gekommen war. Dann fand ich einen kleinen Weg und stand plötzlich vor einem Haus mit der Hausnummer 303 (auf welcher Straße eigentlich?). Da kam mir gleich ein Herr entgegen und lächelte, als ich sagte ich hätte mich verlaufen. Passiert jeden Tag, meinte er, und hat mich (nach links liebe Wanderer – links!) zur großen Straße zurück gefahren und mir 45 Minuten erspart. Davon hatte ich 30 Minuten ja schon mal gemeistert und hatte dann aufgegeben. Auf dem Weg meinte er noch, dass er es super findet, dass ich die Wanderwege erkunde, aber ich müsste noch besser darin werden mich anhand der Himmelsrichtungen zu orientieren. Ich werde daran arbeiten und möchte dem Unbekannten von Herzen danken. Bin dann auch ohne zu murren die zwei Stunden an der Küste zurück nach Paihia gewandert. Fast leichten Fusses, denn immerhin kannte ich den Weg bereits.

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Costal Walk / Küstenwanderweg