Tag Archives: Hiking

Lunch auf dem Vulkan

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Blick von Rongitoto auf die Skyline von Auckland

Ich habe unter Backpackern oft vernommen, dass ihnen Auckland nicht gefallen hat. Nach insgesamt drei Wochen hier (Ort meiner Ankunft und Abreise) kann ich diese Meinung nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich bin überrascht, wie gut mir Auckland gefällt. Das ist mir in dieser finalen Woche nochmal klar geworden. In der Innenstadt begeistern mich die Vulkanhügel, Parks und multi-kulti Straßen. Außerdem ist die Nähe zu Devenport und den Inseln unschlagbar und bis Piha an der wilden Westküste braucht man auch nur 40 Minuten. Wir haben heute spontan einen Ausflug zur Insel Rongitoto gemacht und dort auf dem Vulkan – mit fantastischem Ausblick auf die Skyline – unseren mitgebrachten Kartoffelsalat verspeist. In welcher Metropole kann man Downtown eine Fähre nehmen, die einen zwanzig Minuten später auf einer nahezu unbewohnten vulkanischen Insel absetzt? Nach vier Stunden hatten wir nicht mal die Hälfte der Insel erkundet, ganz zu schweigen von den Lava-Caves. Liebe Backpacker: Wart ihr im Cornwall Park, auf dem Mount Eden, am Hafen, in Ponsonby, im Zoo oder auf wenigstens einer der nahegelegenen Inseln??? Nein. Dann hängt nicht auf dem Hostelsofa rum, sondern geht spazieren.

Cape Farewell

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Felsen Farewell Spitt
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Whararki Beach am Cape Farewell

Das gefühlte Ende der Welt und der Südinsel befindet sich am nördlichsten Zipfel – ganz genau: wir sind zum Cape Farewell gefahren! Hier ist man in der Nebensaison (die nach Ostern beginnt) wirklich fast ganz für sich allein und vergisst alles. Takaka ist das letzte richtig lebendige Örtchen und wird von Hippies bestimmt und danach kommt nur noch Natur. Auf dem wunderschön gelegenen letzten Campingplatz in dieser Gegend versinkt man zwischen grünen Hügeln und wird von Schafen, Pferden, Vögeln und Roben umgarnt. Das Wetter war windig bis regnerisch bis sonnig, aber nie kalt. Es gibt mehrere tolle Wanderwege und besonders gefallen haben mir die Felsen am Wharariki Beach und die Abgelegenheit des Strandes am Fossile Point. Es gibt kein Hotel hier, keinen Supermarkt und auch keinen Handyempfang und nur ein Café hatte noch geöffnet, aber was braucht man schon, wenn man ein Zelt und ein Auto voller Leckereien hat. Nur zu empfehlen für ALLE, die Neuseelands Einsamkeit suchen.

PS: Internetverbindung ist schlecht und mit den Bildern will es nicht recht klappen.

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Sunset at Fossile Point
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Light

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Ewiges Eis – Mount Cook und seine Gletscher

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Mount Cook

Wir haben dem Fjordland den Rücken gekehrt und sind über Mossburn, Queenstown (zufällig mit: Harley Davidson Treffen) und Wanaka zum Aoraki (Maori) oder auch Mount Cook genannt gefahren. Der Mount Cook ist mit über 3724 Metern der höchste Berg in Neuseeland und wunderschön gelegen am langen türkisfarbenden See Pukaki. Auf der Hinfahrt haben sich die Berge der Neuseeländischen Alpen hartnäckig in einem Wolkenkleid versteckt, aber an meinem Geburtstag blieb mir die Sonne treu. Wir haben eine entspannte Wanderung zum Müller Gletscher und zum Tasman Gletscher gemacht und die Natur war mal wieder atemberaubend. Man wird von dieser Bergkulisse mit ihren hunderten von Gletschern wirklich überwältig und das Beste ist eben, dass man keinen Hubschrauber braucht, um diese Landschaft zu erkunden. Aufgrund der Erdbeben in Christchurch 2010 und 2011 haben sich einige Eisberge gelöst, die hier – nun nur noch recht klein – im Gletschersee schwimmen. Zwei Tage später sind wird dann zum Lake Tekapo gefahren und haben den Mount John erkundet. Diese Gegend ist viel trockener und berühmt wegen des dunklen sternenklaren Himmels. Auf dem Mount John befindet sich eine Sternenwarte, aber wir haben dort einfach nur Geburtstagskaffee getrunken, weil die Preise für eine Himmelsstunde wirklich astronomisch hoch sind. Wir haben die Sterne aber auch vom Campingplatz aus gut sehen können. Inzwischen sind wir in Christchurch. Eine spannende Stadt, wenn auch von den Erdbeben 2010 /2011 schwer beschädigt. Der Beitrag folgt in Kürze…wir bleiben hier länger als geplant, weil Monti im Flachland plötzlich Probleme macht (die Kühlung???…).

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Tasman Glacier / Lake

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Cruising the Milford Sound

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Milford Sound

The Milford Highway SH 94 ist really great. Behind every corner you can see a new fantastic valley or an impressive mountain. We made a hike in an area that is called The Devide. It’s were four different valley meet up and when you walk up to the Key summit you have an awesome 360 degree view. It’s also the first/last hour of the Routburn Track (another great walk here in New Zealand). The village Milford itself is much less touristic then I thought. In fact it is lovely to drive down to the Milford Sound to see the sunset. It’s quiet peaceful, thanks to the fact that there are no big hotels or anything around. Driving back in the dark was an adventure, because of the tunnel and all the possums on the street. We stayed on a DOC campside (6$ per person and therefore the best option you can find here) that was not too far away and decided to drive back to Milford and do a cruise on the Milford Sound. The nature is just too beautiful not to do it. We had a glorious sunny day and enjoyed the day as much as the seals that we saw out there. In fact at was even to dry for us, because we only saw two waterfalls. It rains 180 days a year in the Milford Sound and if it rains you can see a lot of waterfalls. The Milford Track must be great as well and I will do it next time.

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Dawn after Sunset / Milford Sound

Schiff Ahoi – Der Milford Sound

Der Milford Sound Highway SH 94 ist wirklich toll. Über ca. 120 km sieht man hinter jeder Kurve ein neues Tal und schöne Blicke auf steile Bergklippen. Wir haben vom Parkplatz „The Devide“ aus eine Wanderung auf den Key Summit (erster Abschnitt des Routburn Tracks) gemacht und konnten dann in das Hollyford Valley und weitere Täler hinunter blicken. Der Ort Milford selbst ist weniger touristisch als ich erwartet hatte und der Ausblick auf den Sound ist magisch. Dort bei Sonnenuntergang, wenn alle Touristen schon wieder davon gefahren sind, Abendbrot zu essen ist ein Geheimtipp. Die Rückfahrt im Dunkeln war abenteuerlich, vor allem wegen des Bergtunnels und der zahlreichen Possums, die sich am Straßenrand rumtreiben. Zum DOC Campingplatz (6$ pro Person/Nacht und preislich unschlagbar) auf halber Strecke war es zum Glück nicht allzu weit. Wir haben dann spontan beschlossen die Bootsfahrt auf dem Milford Sound am nächsten Tag doch zu machen, weil man so die Natur dort im Fjord intensiver wahrnehmen kann. Natürlich hatten wir perfektes Wetter und haben uns wie die Seelöwen die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Es war uns beinahe etwas zu wenig Wasser im Fjordland mit den nur zwei großen Wasserfällen. Dabei regnet es hier doch an 180 Tagen Bindfäden…der Milford Track muss wunderschön sein und irgendwann werde ich den auch noch wandern.

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Sea Lion / Milford Sound

Berge, Fjorde, Wald – Der Kepler Track

Bei Sonnenschein endlich die Baumgrenze erreichen und den Ausblick genießen – befreiend! Mit Ranger Peter Jackson den Sternenhimmel über der Luxmore Hut entdecken – magisch! Morgens um 7h30 den Sonnenaufgang erwarten – schön! Den Pass meistern und sich durch den grünen Wald zur Iris Burn Hut vorarbeiten – sportlich! Danach im Fluss baden und den Wasserfall bestaunen – erfrischend! Den Kepler Track nach 4 Tagen glücklich beenden – unbeschreiblich!

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Baumgrenze / Te Anau

 

 

 

 

 

 

First views after a long day…

Egal wo, geht wandern ihr Lieben! Raus aus dem Büro, hoch vom Sofa und draußen durchatmen. Wir haben den 60 km langen und wunderschönen Kepler Track hier im Fjordland in vier Tagen gemeistert, während der schnellste Läufer (den Rekord hält derzeit ein Australier) das in 4h30 schafft. Auf den Bergspitzen habe ich mich manchmal gefragt, wie das nur möglich ist. Dann habe ich mir wieder gesagt, dass die Läufer eben Sport treiben und nicht unbedingt lange die Ausblicke genießen wollen. Ich hingegen bleibe immer wieder träumend stehen und bewundere den nächsten vor mir liegenden Anstieg, das Tal oder die Kea (große Vögel und Luftakrobaten / nicht zu verwechseln mit den Kaka auf Stewart Island) und ich komme ja immer an mit meinem Rucksack.

Erste Unterkunft in Sichtweite.

Womit wir auch schon bei den Hütten währen, über die man sich sehr freut und die alle sehr gut ausgestattet sind – mit Rangern die gerne Geschichten erzählen, Kochern in der Großraumküche und Matratzen in den Schlafräumen. Nach dem „großen“ Dinner mit netten Gesprächen, vor allem mit lebensfrohen Menschen wie Elke, und einer langen Nacht (das Solar betriebene Licht geht um 22 Uhr aus) wäre man am Morgen noch zufriedener, wenn nicht alle so verdammt früh aufstehen und mit ihren Plastiktüten nerven würden. Ich weiß nicht warum es alle immer so eilig haben. Was macht ihr Wanderer ab 15 Uhr in der Hütte, wo ihr doch noch die Ausblicke und den grünen Wald genießen könntet?

Sonnenaufgang auf dem Kepler Track

Ich bin auch vor Sonnenaufgang aufgestanden, weil ich den unebdingt sehen wollte hier oben, aber da waren wie gesagt einige schon auf dem Weg!

Ach ja: das Wort REGEN ist noch nicht gefallen, weil wir bis jetzt weiterhin Glück haben mit dem Wetter. Einen Tag nachdem wir den Pass gemeistert hatten, hat es dort oben geschneit, aber wir sind trocken geblieben. Morgen wollen wir Richtung Milford Sound fahren und eine Tageswanderung machen. Das Auto fährt und sieht jeden Tag besser aus. Wir hoffentlich auch! Fotos folgen. Die Internetverbindung hier schafft das nicht und wir muessen auschecken. Liebe Gruesse!

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Sonnenaufgang / Luxmore Hut

Tracks on Stewart Island

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Inseln wohin man schaut!
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Übersichtskarte zu den Wanderwegen auf Stewart Island

Stewart Island is a walking paradise. I have done the Ryans Creek Track (8 km) and the Track from Bragg Bay to Horseshoe Bay via Dead Mans Beach (3,5 km) lately and I found my new favorite spot on the island! It’s such a gift to be able to live here for two month and discover all the places that I would miss as a tourist. Let’s praise mother nature with some pictures!

Stewart Island ist ein Paradies für wanderlustige Menschen. Ich habe in den letzten Tagen den Ryans Creek Track (8 km) und den Track von der Bragg Bay zur Horseshoe Bay über den Dead Mans Beach gemeistert. Es ist toll hier zwei Monate verbringen zu können und all die Wege zu gehen, die man als normaler Reisender mit begrenzter Zeit verpassen würde. Mutter Natur ist hier so unberührt schön, dass es einem schwer fällt nicht zu fotografieren.

Tongariro Alpine Crossing

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Tongariro Crossing Starting point / Hier geht es los

(Deutsche Version unten)

Taupo is the heart of the North Island in New Zealand so to speak and situated next to the biggest lake as well. I had four very sunny days here and was able to enjoy the Tongariro National Park (20 km trail). First, I did a hike to the Huka Falls and went swimming in the natural and therefore free Hot Springs next to the river.

While having dinner I had the pleasure to met Laura and she asked me, if I would like to do the Tongariro Alpine Crossing the next day. And so it happened that I stood up on November 25, 2014, at 4:30 am to “break” into the hostel kitchen through a window first, because we desperately needed food for the daytrip, right?! We, that is Laura, Leon and Marcel, left Taupo about 5:15 am and arrived at the starting point in the national park around 7:00 am to wait for our driver Leon, who drove the car to the finishing point and took a shuttle to drive back to us. It was a gorgeous morning and we finally entered the trail at about 8:15 am. The trail starts with an easy walk through the Soda Springs fallowed by a hard ascent to the South Crater.

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Mount Ngauruhoe / Der Schicksalsberg

Once there we decided to do the dangerous ascent up to Mount Ngauruhoe (2 ½ hours return), because we felt good and it seemed to be kind of a chance that you get once in your life – to klimb up an active volcano crater. It was a fascinating experience and I would like to tell everybody out there that you should do the Tongariro Alpine Crossing, if the weather conditions allow you to do it while you are in Taupo. You don’t need more than a normal fitness, good hiking boots and a strong passion to do this trip.

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On top of the World / Berspitze

You will leave the ash and the snow behind you likewise and you might think at one point on your way that you will not gonna make it, but you do and you will never forget. The colours that you gonna see, the view into the crater and though the national park to Mount Taranaki in the west are worse every step that you need to make while your muscles are burning. By the way Mount Ngauruhoe (2291 meters) is the mountain that you know from the final scene of the famous movie The Lord of the Rings. The last eruption happened in 2012, but I believe in science and as you can see on the picture we had a green light that day.

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Snowfield / Schneefeld

On our way down we use a rain jacket as a sled for the first couple of meters, but don’t slide down the whole way. It is very dangerous and we saw a serious accident happening that day. Later on you pass the Red Crater (1886 meters) and the Emerald Lakes.

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Red Crater / Roter Krater

It took us 11 hours all together, with all the breaks to makes pictures. I spent the day after that crossing on the Lake and in the Hot Springs again to relax my muscles. Not to forget the great introduction to the TimTamTradition (hot chocolate with cookies and a story) with some great folks in the hostel kitchen that night. Let me tell you life is awesome on days like these.

 Tageswanderung zum Schicksalsberg

Taupo liegt im Herzen der Nordinsel und am Fuss des größten Sees Neuseelands und zweier Vulkane. Ich hatte an allen vier Tagen hier Sonnenschein und konnte den Blick auf den Tongariro Nationalpark in ganzer Vielfalt genießen. Zunächst habe ich hier eine Wanderung zu den Huka Wasserfällen gemacht und abends in den natürlichen vorkommenden Hot Springs am Fluss gebadet. Außerdem hatte ich das Glück im Hostel Laura kennenzulernen, die mir spontan anbot am nächsten Tag gemeinsam mit zwei Jungs das Tongariro Alpine Crossing zu meistern.

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The two Craters / Blick auf die Vulkane aus der Ferne

So kam es, dass ich am 25. November, nach nur 4 Stunden Schlaf, um 4h30 aufgestanden bin. Der Tag begann damit, dass wir durch das Fenster in die Küche einsteigen mussten, weil wir ja nicht ohne unser Proviant eine solche Tagestour machen konnten. Gegen 5h15 Uhr sind wird abgefahren und um 7 Uhr waren wir am Startpunkt. Dort haben wir eine Stunde die Berge im morgendlichen Nebel bewundert auf Leon gewartet, der dankenswerterweise das Auto zum Endpunkt gefahren und mit dem Shuttle zu uns zurück gedüst ist. Gegen 8 Uhr ging es dann endlich los. Der Wanderweg führt über aktives vulkanisches Gelände und ist mit ca. 20 km plus dem Aufstieg zum Mount Ngauruhoe (2291 Metern und das ist der Schicksalsberg aus dem Film Der Herr der Ringe) recht anspruchsvoll. Dieser Vulkan ist übrigens 2012 das letzte Mal ausgebrochen, aber ich vertraue ja den Wissenschaftlern und die Ampel zeigte grün an (siehe Foto). Es war unbeschreiblich schön und vor allem muss ich sagen, dass man das unbedingt machen muss, wenn man in Taupo ist und das Wetter mitspielt. Die Farben des Vulkans, der Blick in den Krater und die Aussicht über den Wolken und bis zum Mount Taranaki im Westen sind jeden beschwerlichen Schritt durch schwarze Asche und weißen Schnee wert. Man fühlt sich tatsächlich der Erde verbunden und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man kann diese Wanderung mit durchschnittlicher Fitness, Willensstärke und etwas Vorsicht gut meistern und macht eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht vergessen wird. Beim Abstieg haben wir auf dem sicheren Stück eine Regenjacke als Schlitten – auch eine Gaudi – benutzt und dann ging es mühsam Schritt für Schritt ins Tal zurück. Leider wurden wir auch Zeugen eines Unfalls und ich kann jedem nur davon abraten, den ganzen Weg nach unten runter rutschen zu wollen. Man wird logischerweise einfach zu schnell und das ist dann echt gefährlich. Danach wandert man durch eine wüstenartige Gegend und wieder rauf zum nächsten Vulkan, dem Red Crater (1886 Meter) und dann kommen die türkisfarbenden Seen, die Emerald Lakes, und der lange Abstieg durch Busch- und Waldlandschaften. Insgesamt waren wir mit allen Foto- und Essenspausen 11 Stunden unterwegs, aber es ging mir erstaunlich gut und ich weiß nun, dass ich wohl auch Mehrtagestouren meistern kann. Juchu!

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View from the Red Crater / Ausblick auf die Seen

Am Tag danach habe ich am Strand gebadet und bin abends mit den Leuten vom Hostel wieder zu den Hot Springs gefahren, um die Muskeln zu entspannen und die Sterne der Südhalbkugel zu bewundern. Nicht zu vergessen die Einführung in die TimTamTradition nachts in der Hostelküche (Kekse, Kakau und eine Geschichte) und gute Gespräche. So lässt es sich leben kann ich Euch sagen und ich habe hier wirklich tolle liebe Leute kennengelernt!

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Descent / Der Abstieg…ein langer Weg

 

Thames and the Steampunk

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Thames is by all means a small town. Shops close at 5 pm and bars around 8:30 pm and there nothing you can do really. I thought I could go for a hike, but the Rail Way Trail fallows the highway for about 7 km and that was not was I was looking for. I tried two other roads to go up the hills and into the woods, but I only found dead ends. So basically you can see the forest, but you can’t get there without a car. The other thing that bothered me was that I read a sign announcing a Steampunk Art Festival that was supposed to start today, but I was not able to find out any information’s about the venues. When I asked some locals in a bar it took about 15 Minutes until we figured out that I missed everything today (exhibition closed at 4 pm and the parade is tomorrow). We ended up chatting with them for a while, because they agreed that the town needs more marketing and communication. I mean, how is it possible, that I enter a tourist information center at 9:30 am and nobody is telling me anything about an Art Festival that is happening in town. I will miss the big parade tomorrow night, because I booked a bus to go to Rotorua early in the morning. Bye, bye Thames – mysterious gold mine town.

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Thames Look Out / Ausblick auf Thames

Thames ist in jeder Hinsicht eine merkwürdige Kleinstadt mit einladenden Bergen im Hintergrund. Die Läden schließen um 17 Uhr, die Supermärkte und Bars um 20:30 Uhr. Das Hostel ist ok, aber der Herr an der Rezeption ist wenig interessiert, als ich ihn frage, was man denn hier so machen kann. In der Touristeninformation habe ich heute früh auch nichts rausbekommen bezüglich lokaler Wanderwege. Der Rail Way Trail wird empfohlen, aber ich war enttäuscht, weil man die ersten 7 km direkt am Highway entlang läuft und das ist nicht das, was ich mir vorstelle. Da man den Wald und die Hänge sieht habe ich auch versucht einfach mal zwei Straßen (Road View Road klingt ja z.B. nicht schlecht) hochzulaufen, aber alles endet auf Privatgrundstücken und nirgends scheint es kleine Wanderwege zu geben, die zu Fuss vom Ort zu erreichen sind. In den zwei Haupteinkaufsstraßen kriegt man den Tag rum, aber man freut sich, dass man bereits einen Bus gebucht hat um nächsten Tag weiter reist. Es gibt einen Costal Walk und einige Secondhand Läden.

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Thames Second-hand

Rückblickend waren heute definitiv die Begegnungen mit den Menschen das Interessante. Einmal hatte ich nach Wanderwegen gefragt und der Typ meinte er ist vor 10 Jahren weggezogen, aber sein Kumpel könnte es vielleicht wissen. Ich bin also mit ihm die Straße runter gelaufen zu einem Haus gleich um die Ecke und derweil erzählt er mir sein Kumpel würde auch jagen gehen. Zwei Minuten später stehe ich in einer eigentlich netten Nachbarschaft vor einem seltsamen Haus. Dann fallen mir die großen abgesägten Kakteen auf der Ladefläche eines Autos auf, daraufhin die Tierkopfskelete auf dem Garagendach und ich denke ach ja Jäger und lehne 30 Sekunden später das Angebot ab auf meinem Spaziergang begleitet zu werden. Wie ich so davon gehe realisiere ich, dass die drei abgezogenen Tierhäute rechts ganz frisch sind, wegen der Fliegen und dem Geruch. Ich mache ein Foto und laufe dann gleich nochmal einen Schritt schneller, weil mir das plötzlich doch alles nicht geheuer vorkommt. Zehn Minuten später denke ich meine Güte, was stellst Du Dich immer so an und wirst gleich nervös. Die beiden Typen waren wirklich nett.

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House of a hunter / Haus eines Jägers

Abends habe ich dann ein großes Plakat gesehen auf dem ein Steampunk Festival angekündigt wird, dass tatsächlich heute beginnen und 14 Tage dauern sollte – allerdings werden keine Lokalitäten benannt. Ich frage mich, wie mir das trotz dem langen Fragespiel in der Touristeninformation und dem Stadtspaziergang entgangen sein konnte. Da ich aus der ganzen Situation nicht schlau wurde habe ich dann in einer Bar nachgefragt und geriet in ein sehr nettes einstündiges Gespräch mit den einzigen vier Gästen. Dank Zeitung und Internet haben wir dann auch nach 15 Minuten rausbekommen, dass ich hätte eine Ausstellung besuchen können und die Parade morgen Abend leider verpassen werde. Wir waren uns einig, dass das Örtchen seine Marketingstrategien verbessern muss und hatten ein abwechslungsreiches Gespräch. Tschüss Thames – mysteriöse Stadt mit Goldrauschtradition.

Forest of Opua or All Roads end in…

I had a day off today, because I did a double shift the other day. I was about to book a tour on a boat, but it is so expensive and the weather was alternating between rain and sunshine. So, I ended up doing another trail – The Oromahoe Road Travers (2 1/2 h) – and hell yes, it was an adventure. The trail starts in Paihia and passes the forest of Opua. It is a great walk, but the trail was far longer than it was supposed to be. Just found out on the web-side, that this equates to about 8,000 steps. Gusts of wind blow me away literally, when I reached the highest points and wanted to enjoy the look-outs. 

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Oromahoe Road Traverse / Paihia Bush Trail

The other problem was, that the trail “ended” on a road that is still under construction and all of a sudden there were no signs anymore. I turned right and walked for about 30 minutes, but saw nothing but forest and figured that it would be better to walk all the way back and try left. So it happened and then I walked for another 30 minutes on the same road into the other direction, but no sign at all and I had really no clue. The only thing I knew was that I was still not in Opua although I walked for 4 hours.

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Forest of Opua / Im Wald

I turned again, because I figured that I should walk all the way back through the woods, because at least I knew where I came from…then, after a while I found a little path and ended up in front of a house – number 303. The guy saw me and came out right away. I told him I was lost and he smiled and said that he could give me a ride back to the main road. It turned out that this happens to people every single day and that he called the community service a couple of times to complain about it. He also told me that it is cool that I enjoy walking and that I should not hesitate to discover more trails, but that I need to learn to find my way with the help of the cardinal points. “You will get better on this, after a while.” Well I hope so and would like to thank you stranger! You saved my day! Not to forget that I walked back from Opua to Paihia for another two hours, but hej: easy going, if you know that you are on the right trail for sure.

http://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/tracks-and-walks/northland/bay-of-islands/oromahoe-road-traverse/

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Alle Wege führen nach (Opua?)

Ich hatte heute einen zusätzlichen freien Tag, weil ich Vorgestern eine Doppelschicht gemacht habe. Wir haben in einem anderen Haus, das im Sommer auch vermietet werden soll, den Frühjahresputz gemacht. Eigentlich wollte ich heute eine Bootstour buchen, aber das Wetter war dann sehr wechselhaft und dafür war es mir doch wieder zu teuer. So kam es, dass ich einen weiteren Wanderweg – Oromahoe Road Traverse – nach Opua ausprobierte und mich erneut verlaufen habe. Der Weg ist zunächst gut beschildert, führt von Paihia durch den Wald Richtung Opua, und ist mit 2 ½ Stunden veranschlagt. Man wandert direkt auf dem Kam entlang. Ich konnte die schönen Ausblicke nicht recht genießen, weil mich Regen und Wind getrieben haben, als ich die höchsten Punkte erreicht hatte. Das Wetter ging mir aber weniger auf den Zeiger, als die fehlenden Schilder am Wegesrand. Der Wald spuckt einen quassi auf einer nicht vollendeten Straße aus und man hat keinen blassen Schimmer, ob man nun nach rechts oder nach links laufen soll, weil man die verdammte Bucht vor lauter Bäumen nicht sieht. Ich bin erst gute 30 Minuten nach rechts gelaufen und dann umgekehrt und von dem Punkt aus, wo ich den Wald verlassen hatte, 30 Minuten nach links, aber nichts. Ich wusste wirklich nicht weiter und hatte mich bereits damit abgefunden genau den gleichen Weg durch den Wald zurück zu laufen, weil ich immerhin noch wusste woher ich gekommen war. Dann fand ich einen kleinen Weg und stand plötzlich vor einem Haus mit der Hausnummer 303 (auf welcher Straße eigentlich?). Da kam mir gleich ein Herr entgegen und lächelte, als ich sagte ich hätte mich verlaufen. Passiert jeden Tag, meinte er, und hat mich (nach links liebe Wanderer – links!) zur großen Straße zurück gefahren und mir 45 Minuten erspart. Davon hatte ich 30 Minuten ja schon mal gemeistert und hatte dann aufgegeben. Auf dem Weg meinte er noch, dass er es super findet, dass ich die Wanderwege erkunde, aber ich müsste noch besser darin werden mich anhand der Himmelsrichtungen zu orientieren. Ich werde daran arbeiten und möchte dem Unbekannten von Herzen danken. Bin dann auch ohne zu murren die zwei Stunden an der Küste zurück nach Paihia gewandert. Fast leichten Fusses, denn immerhin kannte ich den Weg bereits.

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Costal Walk / Küstenwanderweg