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Berge, Fjorde, Wald – Der Kepler Track

Bei Sonnenschein endlich die Baumgrenze erreichen und den Ausblick genießen – befreiend! Mit Ranger Peter Jackson den Sternenhimmel über der Luxmore Hut entdecken – magisch! Morgens um 7h30 den Sonnenaufgang erwarten – schön! Den Pass meistern und sich durch den grünen Wald zur Iris Burn Hut vorarbeiten – sportlich! Danach im Fluss baden und den Wasserfall bestaunen – erfrischend! Den Kepler Track nach 4 Tagen glücklich beenden – unbeschreiblich!

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Baumgrenze / Te Anau

 

 

 

 

 

 

First views after a long day…

Egal wo, geht wandern ihr Lieben! Raus aus dem Büro, hoch vom Sofa und draußen durchatmen. Wir haben den 60 km langen und wunderschönen Kepler Track hier im Fjordland in vier Tagen gemeistert, während der schnellste Läufer (den Rekord hält derzeit ein Australier) das in 4h30 schafft. Auf den Bergspitzen habe ich mich manchmal gefragt, wie das nur möglich ist. Dann habe ich mir wieder gesagt, dass die Läufer eben Sport treiben und nicht unbedingt lange die Ausblicke genießen wollen. Ich hingegen bleibe immer wieder träumend stehen und bewundere den nächsten vor mir liegenden Anstieg, das Tal oder die Kea (große Vögel und Luftakrobaten / nicht zu verwechseln mit den Kaka auf Stewart Island) und ich komme ja immer an mit meinem Rucksack.

Erste Unterkunft in Sichtweite.

Womit wir auch schon bei den Hütten währen, über die man sich sehr freut und die alle sehr gut ausgestattet sind – mit Rangern die gerne Geschichten erzählen, Kochern in der Großraumküche und Matratzen in den Schlafräumen. Nach dem „großen“ Dinner mit netten Gesprächen, vor allem mit lebensfrohen Menschen wie Elke, und einer langen Nacht (das Solar betriebene Licht geht um 22 Uhr aus) wäre man am Morgen noch zufriedener, wenn nicht alle so verdammt früh aufstehen und mit ihren Plastiktüten nerven würden. Ich weiß nicht warum es alle immer so eilig haben. Was macht ihr Wanderer ab 15 Uhr in der Hütte, wo ihr doch noch die Ausblicke und den grünen Wald genießen könntet?

Sonnenaufgang auf dem Kepler Track

Ich bin auch vor Sonnenaufgang aufgestanden, weil ich den unebdingt sehen wollte hier oben, aber da waren wie gesagt einige schon auf dem Weg!

Ach ja: das Wort REGEN ist noch nicht gefallen, weil wir bis jetzt weiterhin Glück haben mit dem Wetter. Einen Tag nachdem wir den Pass gemeistert hatten, hat es dort oben geschneit, aber wir sind trocken geblieben. Morgen wollen wir Richtung Milford Sound fahren und eine Tageswanderung machen. Das Auto fährt und sieht jeden Tag besser aus. Wir hoffentlich auch! Fotos folgen. Die Internetverbindung hier schafft das nicht und wir muessen auschecken. Liebe Gruesse!

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Sonnenaufgang / Luxmore Hut

Paua and Beaches – Days on Stewart Island

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On my way to maori Beach

I already spent a view days on Stewart Island and sometimes I feel like Robinson Crusoe – especially, when I have a beautiful beach for my own. The first two days we had perfect sunshine and the girls (Barbara, Sarah and Domi) where here on the island as well, so we walked to Maori Beach together. The turquoise bays and sandy beaches are very impressive and you can’t do anything but wonder how peaceful and beautiful this island is.

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The Place I call my new home in February – Oban / Stewart Island

Oban, the only little town here, has about 300 inhabitants and some tourists arrive every day by ferry, but that’s about it. It’s very calm really and I haven’t met a lot of Germans neigther. I started to work here in a restaurant that’s called Church Hills Restaurant and Oyster Bar. It’s a lovely little place with a familiar atmosphere. Most of the food is homemade (like the pasta, the breads and the desserts) and they even grow their own vegetables, salats, berries and spicies in the garden. It’s not about the money, but about the experiences for the costumers really. The owners Deanne and Chris are hearty people and they wish that their guests have a great evening here with fantastic food to taste and an excellent service to experience. It’s a very rare attitude nowadays, but the people who find their way to this little place really love it – myself included. I live next door to the restaurant and have two small rooms for my one. I work from 6 pm till late in the kitchen, but it’s not stressful, because they limit the number of costumers to the number that we can handle. Every plate is a little artistic masterpiece with a flower as a decoration and things like that. We often eat together after work and I learn a lot about the Kiwi way of life finally. Two days ago Chris and I, we drove to the bay to get some fresh Paua and Crayfish. It was too cold for me to go diving or swimming, so I spent the time in the kayak and just gazed at the Paua, because they move so smooth. This morning I went swimming to wake me up. I can highly recommend Stewart Island! You will find the places here that you have in mind when you start thinking about traveling to New Zealand.

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Fresh Paua (Muscheln)

Paua und Strände – Tage auf Stewart Island

Nun bin ich bereits seit einigen Tagen auf Stewart Island im Inselfieber und fühle mich manchmal wie Robinson Crusoe. An den ersten zwei Tagen hatten wir strahlenden Sonnenschein und zufällig waren die Mädels (Barbara, Sarah und Domi) auch auf der Insel und wir konnten eine tolle Wanderung zum Maori Beach unternehmen. Die türkisfarbenen Buchten und einsamen Strände sind einfach der Wahnsinn und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Oban, das einzige Örtchen auf der Insel, ist eine 300 Seelengemeinde und täglich kommen hier mit der Fähre ein paar Touristen an, die Ruhe suchen und oft den Great Walk machen wollen. Insgesamt ist aber im Prinzip nix los und man hat die Insel gefühlt für sich allein. Man trifft auch nicht mehr viele Deutsche! Ich habe hier angefangen in einem Restaurant (Church Hill Restaurant and Oyster Bar) zu arbeiten und es ist alles sehr familiär und stressfrei. Nach 3 Monaten in Neuseeland erlebe ich hier nun mein persönliches Kiwi-Gastfreundschaftswunder. Die Besitzer Deanne & Chris sind Lebenskünstler und machen es mir so unglaublich leicht mich wie zu Hause und willkommen zu fühlen. Ich wohne hinter dem Restaurant in zwei kleinen eigenen Zimmerchen, von 18 bis 22 Uhr helfe ich in der Küche und danach sitzen wir zusammen und essen gemeinsam Abendbrot. Es fühlt sich eigentlich nicht wie arbeiten an. Die Beiden nehmen nur so viele Gäste an, wie Sie auch meistern können und der Service- und Qualitätsanspruch ist hier im Restaurant sehr hoch. Das Gemüse kommt oft aus dem eigenen Garten, die Pasta, die Brote, etc. alles wird hausgemacht und frisch zubereitet. Es geht weniger um Gewinn als vielmehr wirklich darum, den Gästen ein leckeres Essen vor die Nase zu setzen und zu einem rundum schönen Abend beizutragen. Jeder Teller, der unsere Küche verlässt, ist ein kleines Kunstwerk.

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Churchill Restaurant and Oyster bar in Oban on Stewart Island

Wir reden auch sehr viel über die Arbeitseinstellung der Deutschen, die Sachlickeit und manchmal vielleicht auch Verkrampftheit und was einen guten Arbeitgeber ausmacht. Ich glaube, ich hatte eine Dossis zuviel Kiwi-Frohsinn, denn ich habe vor zwei Tagen eine im nachhinein vielleicht nicht sehr clevere (unprofessionelle…) Bewerbung nach Deutschland geschickt. Es ist einfach so schrecklich langweilig sachliche Bewerbungen ans andere Ende der Welt zu schicken, wenn man gerade eine ganz andere Haltung kennen lernt. Naja egal. Das kann man glaube ich nur nachvollziehen, wenn man das selber erlebt hat und wie Chris sagen würde, wenn sie dies oder das negativ auslegen, dann willst du da auch garnicht arbeiten. Liebe Arbeitgeber, falls ihr mich googelt und auf diesem Blog landet – nehmt es alles nicht so ernst. Vor zwei Tagen war ich mit Chris in der Bucht und er hat nach „Paua“ (Muscheln) getaucht und wir haben den lebendigen Hummer geholt, den er dort in einem Käfig in der Bucht lagert. Ich war eigentlich nur im Kajak, weil mir recht kalt war, und habe die frischen Paua beäugt. Sehen aus wie Schnecken und bewegen sich auch so geschmeidig.

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Evening Bay

Gestern bin ich zum Ackers Point gewandert und heute Morgen war ich im Meer schwimmen, um wach zu werden. Ich kann Stewart Island nur jedem empfehlen! Hier findet man tatsächlich die ruhigen Buchten und Strände, die man sich ausmalt, wenn man an Neuseeland denkt.

Tongariro Alpine Crossing

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Tongariro Crossing Starting point / Hier geht es los

(Deutsche Version unten)

Taupo is the heart of the North Island in New Zealand so to speak and situated next to the biggest lake as well. I had four very sunny days here and was able to enjoy the Tongariro National Park (20 km trail). First, I did a hike to the Huka Falls and went swimming in the natural and therefore free Hot Springs next to the river.

While having dinner I had the pleasure to met Laura and she asked me, if I would like to do the Tongariro Alpine Crossing the next day. And so it happened that I stood up on November 25, 2014, at 4:30 am to “break” into the hostel kitchen through a window first, because we desperately needed food for the daytrip, right?! We, that is Laura, Leon and Marcel, left Taupo about 5:15 am and arrived at the starting point in the national park around 7:00 am to wait for our driver Leon, who drove the car to the finishing point and took a shuttle to drive back to us. It was a gorgeous morning and we finally entered the trail at about 8:15 am. The trail starts with an easy walk through the Soda Springs fallowed by a hard ascent to the South Crater.

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Mount Ngauruhoe / Der Schicksalsberg

Once there we decided to do the dangerous ascent up to Mount Ngauruhoe (2 ½ hours return), because we felt good and it seemed to be kind of a chance that you get once in your life – to klimb up an active volcano crater. It was a fascinating experience and I would like to tell everybody out there that you should do the Tongariro Alpine Crossing, if the weather conditions allow you to do it while you are in Taupo. You don’t need more than a normal fitness, good hiking boots and a strong passion to do this trip.

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On top of the World / Berspitze

You will leave the ash and the snow behind you likewise and you might think at one point on your way that you will not gonna make it, but you do and you will never forget. The colours that you gonna see, the view into the crater and though the national park to Mount Taranaki in the west are worse every step that you need to make while your muscles are burning. By the way Mount Ngauruhoe (2291 meters) is the mountain that you know from the final scene of the famous movie The Lord of the Rings. The last eruption happened in 2012, but I believe in science and as you can see on the picture we had a green light that day.

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Snowfield / Schneefeld

On our way down we use a rain jacket as a sled for the first couple of meters, but don’t slide down the whole way. It is very dangerous and we saw a serious accident happening that day. Later on you pass the Red Crater (1886 meters) and the Emerald Lakes.

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Red Crater / Roter Krater

It took us 11 hours all together, with all the breaks to makes pictures. I spent the day after that crossing on the Lake and in the Hot Springs again to relax my muscles. Not to forget the great introduction to the TimTamTradition (hot chocolate with cookies and a story) with some great folks in the hostel kitchen that night. Let me tell you life is awesome on days like these.

 Tageswanderung zum Schicksalsberg

Taupo liegt im Herzen der Nordinsel und am Fuss des größten Sees Neuseelands und zweier Vulkane. Ich hatte an allen vier Tagen hier Sonnenschein und konnte den Blick auf den Tongariro Nationalpark in ganzer Vielfalt genießen. Zunächst habe ich hier eine Wanderung zu den Huka Wasserfällen gemacht und abends in den natürlichen vorkommenden Hot Springs am Fluss gebadet. Außerdem hatte ich das Glück im Hostel Laura kennenzulernen, die mir spontan anbot am nächsten Tag gemeinsam mit zwei Jungs das Tongariro Alpine Crossing zu meistern.

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The two Craters / Blick auf die Vulkane aus der Ferne

So kam es, dass ich am 25. November, nach nur 4 Stunden Schlaf, um 4h30 aufgestanden bin. Der Tag begann damit, dass wir durch das Fenster in die Küche einsteigen mussten, weil wir ja nicht ohne unser Proviant eine solche Tagestour machen konnten. Gegen 5h15 Uhr sind wird abgefahren und um 7 Uhr waren wir am Startpunkt. Dort haben wir eine Stunde die Berge im morgendlichen Nebel bewundert auf Leon gewartet, der dankenswerterweise das Auto zum Endpunkt gefahren und mit dem Shuttle zu uns zurück gedüst ist. Gegen 8 Uhr ging es dann endlich los. Der Wanderweg führt über aktives vulkanisches Gelände und ist mit ca. 20 km plus dem Aufstieg zum Mount Ngauruhoe (2291 Metern und das ist der Schicksalsberg aus dem Film Der Herr der Ringe) recht anspruchsvoll. Dieser Vulkan ist übrigens 2012 das letzte Mal ausgebrochen, aber ich vertraue ja den Wissenschaftlern und die Ampel zeigte grün an (siehe Foto). Es war unbeschreiblich schön und vor allem muss ich sagen, dass man das unbedingt machen muss, wenn man in Taupo ist und das Wetter mitspielt. Die Farben des Vulkans, der Blick in den Krater und die Aussicht über den Wolken und bis zum Mount Taranaki im Westen sind jeden beschwerlichen Schritt durch schwarze Asche und weißen Schnee wert. Man fühlt sich tatsächlich der Erde verbunden und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man kann diese Wanderung mit durchschnittlicher Fitness, Willensstärke und etwas Vorsicht gut meistern und macht eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht vergessen wird. Beim Abstieg haben wir auf dem sicheren Stück eine Regenjacke als Schlitten – auch eine Gaudi – benutzt und dann ging es mühsam Schritt für Schritt ins Tal zurück. Leider wurden wir auch Zeugen eines Unfalls und ich kann jedem nur davon abraten, den ganzen Weg nach unten runter rutschen zu wollen. Man wird logischerweise einfach zu schnell und das ist dann echt gefährlich. Danach wandert man durch eine wüstenartige Gegend und wieder rauf zum nächsten Vulkan, dem Red Crater (1886 Meter) und dann kommen die türkisfarbenden Seen, die Emerald Lakes, und der lange Abstieg durch Busch- und Waldlandschaften. Insgesamt waren wir mit allen Foto- und Essenspausen 11 Stunden unterwegs, aber es ging mir erstaunlich gut und ich weiß nun, dass ich wohl auch Mehrtagestouren meistern kann. Juchu!

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View from the Red Crater / Ausblick auf die Seen

Am Tag danach habe ich am Strand gebadet und bin abends mit den Leuten vom Hostel wieder zu den Hot Springs gefahren, um die Muskeln zu entspannen und die Sterne der Südhalbkugel zu bewundern. Nicht zu vergessen die Einführung in die TimTamTradition nachts in der Hostelküche (Kekse, Kakau und eine Geschichte) und gute Gespräche. So lässt es sich leben kann ich Euch sagen und ich habe hier wirklich tolle liebe Leute kennengelernt!

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Descent / Der Abstieg…ein langer Weg