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Verlaesslich heisst das Zauberwort

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Car Fair in Auckland

Heute drehte sich alles um unser Auto und ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben es gegen 11 Uhr für 1700 $ an ein junges Kiwipaar verkauft! So ein Autojahrmarkt ist ein besonderes Erlebnis. Man rollt auf die gepflegte Rassenfläche einer Pferderennbahn und reibt sich, ob des großen Angebots, die Augen. Unser Monti hat aber wirklich gut ausgeschaut („Looks really tidy“) und mit 2100 $ Ausgangspreis hatten wir den Marktwert auch ganz gut eingeschätzt für so ein “reliable car”. Die Zwischenhändler sind üble Typen und uns zum Glück erspart geblieben, worüber wir uns sehr freuen. Und weil sich heute alles ums Auto drehte, will ich auch nochmal los werden, dass mir das Fahren im Linksverkehr in NZ regelmäßig Herzrassen beschert hat. Vor allem als Beifahrerin hatte ich auf den engen und extrem kurvigen Straßen oft Panik, weil ich das Gefühl hatte, wir würden gleich den Abhang runter rasseln oder den Spiegel abfahren. Oft gibt es keine Straßenplanken und manchmal eben auch keine Straßenmarkierungen, sodass so mancher Fahrer die Kurven schneidet und einen an die Seite drängt. Überhaupt nehmen die Kiwis Kurven sehr schnell. Dann wäre da noch das Problem mit der fantastischen Aussicht über die so mancher Fahrer vergisst auch nach vorn zu schauen. Als Fahrerin war ich auch nicht besonders sicher und habe Monti beim Einparken einen Riss verpasst, aber es war ja unser Auto und der „gestupste“ Neuwagen hatte nur einen Kratzer. Nicht der Rede wert und als echter Kiwi ist die gute Frau mit einem Lächeln davon gefahren: „Never mind.“ Über die berühmt berüchtigten Gravel Roads (Schotterstraßen) hatte ich schon berichtet und dann gibt es da noch den beliebten Kreisverkehr, in den man natürlich verrückterweise auch verkehrtherum reinfahren muss. Auf der Autobahn wird man rechts überholt, durchgezogene Verbotslinien werden eigentlich nicht beachtet und der intuitive Blick ist immer falsch. Muss ich noch mehr sagen. Zum Glück gab es auf der Südinsel aber wirklich sehr wenig Verkehr. Toll ist auch, dass es außerhalb der Großstädte in NZ überhaupt keine Ampeln gibt und wir auch nie einen Blitzer gesehen haben. Ende gut, alles gut und wir waren heute zur Entspannung im wunderschönen Zoo von Auckland und haben doch tatsächlich im Haus für nachtaktive Tiere noch für 3 Minuten zwei Kiwis beobachten können. Sie haben am Dienstag erst ein Ei gelegt. Freu!!!

Die letzten Tage

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Working at the Car Wash…you know the famous song, right!?

Eine Woche haben wir in Auckland eingeplant, um unser Auto zu verkaufen…4000 km sind wir gefahren und hatten seit Christchurch keine Probleme mehr. Wir sind richtig zufrieden und ein wenig traurig, dass wir uns von Monti trennen müssen. So geputzt und mit neuer Lampe sieht er verdammt gut aus und im Stadtverkehr zeigt er sich von seiner besten Seite. Drückt uns mal die Daumen, dass sich morgen auf dem Car Fair (9-12 Uhr) ein würdiger neuer Eigentümer findet. Dann wären wir ganz entspannt und könnten in den letzten 48 Stunden noch etwas unternehmen. Sonst muss ich doch noch länger bleiben…

 

Whanganui River Road and Tongariro

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Wolken im Tongariro Nationalpark

Driving out of Wellington was kind of stressful, because after all these weeks in the wilderness we are not used to traffic anymore, not to speak about the fact, that the Kiwis are still driving on the wrong side. Where are all the cars/people coming from anyway? Not sure, but we quickly had enough and decided to drive down to Taupo via the Whanganui River Road and that was a fantastic decision. You end up alone in a beautiful valley and you fallow the river to a mill, to a maori settlement and to a village called Jerusalem. I also discovered the Tongagrio National Park in a different way this time. Thanks to Monti we were able to stay on a DOC campsite for two nights. The crystal clear sky was perfect to observe the stars, but it was bitterly cold to sleep on latitude of 1000 meters. We did half of the Tongariro crossing again and spent a day in Iwikau Village fallowing the footsteps of the Lord of the Ring crew. The crew stay at the Chateau Hotel Tongariro for a few weeks to shoot the scenes of Mordor in the mountains. It is a spectacular scenery and it was a pity the Mount Ruapehu was hidden in clouds all day long.

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Berge bei Iwikau

Auf der Nordinsel sind deutlich mehr Autos unterwegs und aus Wellington raus zu fahren hat uns leicht gestresst. Wir sind es nach all den Wochen in der Wildnis nicht mehr gewohnt im Stadtverkehr unterwegs zu sein. Die Kiwis fahren auch immer noch auf der falschen Straßenseite und daran gewöhnt man sich einfach nicht. Wir haben recht schnell wieder abgelegene Strecken ausgesucht und sind die Whanganui River Road gefahren. Das ist eine tolle Strecke die einen quassi allein in ein wunderschönes Flusstal führt und zu einer Maori Siedlung und einem Dörfchen namens Jerusalem. Auch die Tage im Tongario National Park waren toll, weil wir dank Monti auf einem DOC Campinglatz auf 1000 Meter Höhe zelten konnten. Die sternenklaren Nächte waren sehr schön und bitter kalt, aber morgens ist das Flusswasser sehr belebend und beim wandern wird einem auch wieder warm. Das Tongario Crossing haben wir bis zum roten Krater (etwa die Hälfte) gemeistert und den Folgetag in Iwikau verbracht. Die Herr der Ringe Filmcrew hat mehrere Wochen im Chateau Hotel Tongariro gewohnt und in den Bergen dort die Mordor Szenen gedreht. Es ist eine karge, vulkanische Landschaft und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie es gewesen sein muss hier zu drehen. Mount Ruapehu hat sich die meiste Zeit mystisch in Wolken gehüllt, aber das hatte auch etwas.

Abel Tasman – Frohe Ostern

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen bunte Ostertage und sende liebe Grüße – stehend aus der Küche auf einem Campingplatz, weil es in der Nähe des Tisches mal wieder keine Steckdose gibt und mein Akku leer ist. Internet ist mit 5 Dollar pro 100 MB eh mal wieder unbezahlbar. Wir wandern ab morgen 4 Tage den Abel Tasman Track und sind offline! Bis dahin!

Cruising the Milford Sound

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Milford Sound

The Milford Highway SH 94 ist really great. Behind every corner you can see a new fantastic valley or an impressive mountain. We made a hike in an area that is called The Devide. It’s were four different valley meet up and when you walk up to the Key summit you have an awesome 360 degree view. It’s also the first/last hour of the Routburn Track (another great walk here in New Zealand). The village Milford itself is much less touristic then I thought. In fact it is lovely to drive down to the Milford Sound to see the sunset. It’s quiet peaceful, thanks to the fact that there are no big hotels or anything around. Driving back in the dark was an adventure, because of the tunnel and all the possums on the street. We stayed on a DOC campside (6$ per person and therefore the best option you can find here) that was not too far away and decided to drive back to Milford and do a cruise on the Milford Sound. The nature is just too beautiful not to do it. We had a glorious sunny day and enjoyed the day as much as the seals that we saw out there. In fact at was even to dry for us, because we only saw two waterfalls. It rains 180 days a year in the Milford Sound and if it rains you can see a lot of waterfalls. The Milford Track must be great as well and I will do it next time.

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Dawn after Sunset / Milford Sound

Schiff Ahoi – Der Milford Sound

Der Milford Sound Highway SH 94 ist wirklich toll. Über ca. 120 km sieht man hinter jeder Kurve ein neues Tal und schöne Blicke auf steile Bergklippen. Wir haben vom Parkplatz „The Devide“ aus eine Wanderung auf den Key Summit (erster Abschnitt des Routburn Tracks) gemacht und konnten dann in das Hollyford Valley und weitere Täler hinunter blicken. Der Ort Milford selbst ist weniger touristisch als ich erwartet hatte und der Ausblick auf den Sound ist magisch. Dort bei Sonnenuntergang, wenn alle Touristen schon wieder davon gefahren sind, Abendbrot zu essen ist ein Geheimtipp. Die Rückfahrt im Dunkeln war abenteuerlich, vor allem wegen des Bergtunnels und der zahlreichen Possums, die sich am Straßenrand rumtreiben. Zum DOC Campingplatz (6$ pro Person/Nacht und preislich unschlagbar) auf halber Strecke war es zum Glück nicht allzu weit. Wir haben dann spontan beschlossen die Bootsfahrt auf dem Milford Sound am nächsten Tag doch zu machen, weil man so die Natur dort im Fjord intensiver wahrnehmen kann. Natürlich hatten wir perfektes Wetter und haben uns wie die Seelöwen die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Es war uns beinahe etwas zu wenig Wasser im Fjordland mit den nur zwei großen Wasserfällen. Dabei regnet es hier doch an 180 Tagen Bindfäden…der Milford Track muss wunderschön sein und irgendwann werde ich den auch noch wandern.

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Sea Lion / Milford Sound

Scharfe Fallen, frische Fische und glitschige Paua

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Zuschauer am Strand

Wie Insulaner ein Fundraisingevent gestalten

Gestern war Feiertag und was liegt näher, als an einem langen Wochenende ein Event am Strand zu organisieren. Bei strahlendem Sonnenschein und peitschendem Wind hat sich heute vor dem einzigen Pub der Insel und dem lokalen Treffpunkt ein kleines Spektakel ereignet. Vielleicht ein Dutzend kräftige Männer unterschiedlichen Alters haben zur Freude der Zuschauer, was tut man nicht alles für den guten Zweck, an diversen Spielen mit lokalem Bezug teilgenommen. So gab es zum Beispiel ein Minirennen, bei dem der Gleichgewichtssinn stark geschwächt wurde und bei dem die Männer am Ende eine Ratenfalle scharf machen mussten. Ganz klar: das sollte man können, wenn man die Vogelwelt hier auf Stewart Island erhalten will.

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Dreh Dich, wie ein Brummkreisel und dann sprint los…

Danach wurden die Kräfte beim Tauziehen gemessen und dann, ja dann, ging es wirklich ans Eingemachte. Es wurden tiefgekühlte Fische mit einfachen Brotmessern bearbeitet. Ziel des Ganzen: den Fisch vernünftig auf einem Teller herzurichten. Filetstücke – ohne Augen versteht sich, weshalb die Männer die Fischaugen zumeist mit den Zähnen heraus bissen. Das scheint unter dem Druck einer Stopuhr wohl die effektivste Lösung zu sein.

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Auf die Fische fertig los…

Daraufhin wurden vor den Augen der Teilnehmer frische Paua verteilt. Man hörte, die Paua sollte aus der Muschel herausgelöst und irgendein Teil (ich habe es nicht verstanden) frisch gegessen werden. Nachdem die Unklarheiten zu den Spielregeln dieser Runde geklärt waren, ging es los. Ich war Zeugin, wie mindestens einem jungen Mann beim herunterwürgen der Paua-Innereien so schlecht wurde, dass er sich sogleich übergab…nur um es dann nochmal zu versuchen…ein Mann gibt ja so schnell nicht auf…und sich wieder zu übergeben. Unter den Zuschauern brach ein kleiner Tumult aus und die Geräusche reichten von Jubel bis Stöhnen, dass auf Übelkeit deutete. Mir selbst war auch schlecht und so habe ich die aufregenden Strandspiele frühzeitig verlassen und kann vom Ausgang nicht mehr berichten. Es soll auch einen Gewinner geben, der von den Zuschauern gewählt wird. Gönnen würde ich es jedem der spielfreudigen Herren. Die Einnahmen, die beim Verkauf der Würstchen und Kuchen gemacht wurden, kommen den Schülerinnen und Schülern der Vorschule zugute. Na dann, frohes Augen ausbeißen, auch im nächsten Jahr.

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Tauziehen vor toller Kulisse
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Männer vs. Möven – ringen um Aufmerksamkeit

Waitangi Day

Nur ein kurzer Hinweis: heute wird in Neuseeland der Nationalfeiertag Waitangi Day gefeiert. Nicht das ich davon in Oban / Stewart Island viel mitbekommen würde, aber im hohen Norden (Paihia / Waitangi Treaty Grounds – ich habe berichtet), wo ich meine Reise vor ca. 3 Monaten began, ist gerade richtig viel los. Am 6. Februar 1840 wurde der Gründungsvertrag von Waitangi unterzeichnet. Damit wurde Neuseeland offiziel zur Kolonie des Britischen Empire und auf diesem Vertrag beruhen die Regelungen und Rechte für Maori. Der Vertrag ist wegen der unterschiedlichen Übersetung nicht unumstritten.

Tracks on Stewart Island

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Inseln wohin man schaut!
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Übersichtskarte zu den Wanderwegen auf Stewart Island

Stewart Island is a walking paradise. I have done the Ryans Creek Track (8 km) and the Track from Bragg Bay to Horseshoe Bay via Dead Mans Beach (3,5 km) lately and I found my new favorite spot on the island! It’s such a gift to be able to live here for two month and discover all the places that I would miss as a tourist. Let’s praise mother nature with some pictures!

Stewart Island ist ein Paradies für wanderlustige Menschen. Ich habe in den letzten Tagen den Ryans Creek Track (8 km) und den Track von der Bragg Bay zur Horseshoe Bay über den Dead Mans Beach gemeistert. Es ist toll hier zwei Monate verbringen zu können und all die Wege zu gehen, die man als normaler Reisender mit begrenzter Zeit verpassen würde. Mutter Natur ist hier so unberührt schön, dass es einem schwer fällt nicht zu fotografieren.

Hilly Queenstown

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View over Queenstown from Queenstown Hill

I just had only two days in NZ’s most popular city for crazy outdoor activities – Queenstown – and stayed in two different hostels (Deco Backpackers & …), but I really enjoyed it. Lot’s of hills here, which makes the life of a Backpacker more complicated sometimes. I thought my suitcase will roll down the hill again at one point, but a German girl came to help me with my luggage.

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Don’t miss the walk up to Queenstown Hill (2,5 hours return). It’s a step track, but the view is worth every step you make. Best think is that you can hop into the cold lake afterwards on a sunny day. That’s what I did at least and of cause I had a scoop of ice cream for 5 dollars. Also made my first hitch hiking experience from Queenstown to Invercargill and was very happy that it worked out. I had to wait for 1h30 at first and the guy only drove me to a better junction not far away from where I started, so I thought I will never gonna make it, but then I only waited for five minutes and a couple from Australia stopped and picked me up. Thank you guys!!! I learned today, that the smaller and the older the car that drives by is, the more likely it’s gonna stop and pick you up. The guys (man and woman alike) in these huge and empty BMW’s or Landrovers just looked at me like “Oh poor girl” or “O crazy girl.”

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Hügel in Queenstown

In der neuseeländischen Hauptstadt der Extremsportarten und verrückten Aktivitäten – Queentsown – habe ich nur zwei Tage verbracht, aber es war sehr schön. Es ist sehr hügelig hier. Mein Koffer wäre mir fast den Hügel wieder runter gerollt, aber da war dann schon eine andere Deutsche zur Stelle und hat mir geholfen.

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Hills

Nicht verpassen sollte man die Wanderung auf den Queenstown Hill (2h30 return) mit einer tollen Aussicht auf die Stadt, den See und die Berge. Der Anstieg ist krass, aber die Anstrengung lohnt. Danach kann man in den kalten See springen und sich mit einer Kugel Eis für geschlagene 5 Dollar belohnen. Zumindest habe ich das so gemacht. Die Promenade am See ist wirklich schön und Queenstown hat tatsächlich Flair. Heute habe ich auch meine ersten Erfahrungen per Anhalter gesammelt. Die einzigen zwei Busse fahren schon sehr früh am Morgen und mit Umweg über Dunedin und ausgebucht oder zu teuer. Ich stand geschlagene eineinhalb Stunden am Straßenrand bevor mich ein Kiwi ein Stückchen bis zu einer Kreuzung stadtauswärts mitgenommen hat. Da habe ich schon gedacht oh je, dass wird ein langer Tag, aber dann ging alles ganz schnell. Nach fünf Minuten hat mich ein Päarchen mit Enkeltochter aus Australien eingesammelt und mit denen bin ich dann bis Invercargill gefahren und wir haben uns sehr nett unterhalten. Lieben Dank nochmal! Habe heute dazu gelernt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anhält enorm steigt je älter und kleiner das Auto ist, das vorbei fährt. Wirklich! Die Leute in den größsten, teuersten und fast immer leeren Autos geben einem nur böse oder bedauernde Blicke. Die Leute, die bis oben hin schon voll sind, die huppen noch freundlich, winken oder fahren langsam vorbei und machen sich einen Spass und sagen sorry heute leider nicht. Traurig ist das ihr lieben Fahrer, die ihr in euren protzigen BMWs und Landrovern durch die Gegen fahrt, aber was soll’s. Das sind unterschiedliche Lebenseinstellungen. Da kann man nichts machen. Hätte mir mit Euch wohl auch nix zu erzählen gehabt.

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Beach / waterfront in Queenstown