Category Archives: cities

One Year ago

Lieblingsplatz
Lieblingsplatz

A year ago (can you believe it?) I catched a plane and flew to Auckland / New Zealand like so many Backpackers do these days! The world became much smaller for me, since I made this experience and jet New Zealand it quiet far away for me today. This morning I woke up and it was snowing in Cassel and I was wondering what that means…after three summers in a row it’s gonna be a very cold winter for me here in Germany for sure! Life was easy and peaseful at the other side of the world. Here my head is full of news about the neverending European Crisis, military conflicts in the Far East and the waves of refugees that Germany experiences right now. I feel overwhelmed sometimes, although I am just reading and trying to keep up-to-date. Applying for work is also difficult and grueling and often I wish to take it all a little easier – just like the KIWIS. NO WORRIES…that’s what they would say. I miss blogging too, so I will try to convert this Blog from a New Zealand Travel Blog to a more general Travel Blog or start a new one. I will let you know. Already have some stories about the cities Cologne, Gießen and Cassel in the holding stack.

Cheers and please share your stories and thoughts from the road with me!

Departure
Departure
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Lunch auf dem Vulkan

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Blick von Rongitoto auf die Skyline von Auckland

Ich habe unter Backpackern oft vernommen, dass ihnen Auckland nicht gefallen hat. Nach insgesamt drei Wochen hier (Ort meiner Ankunft und Abreise) kann ich diese Meinung nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich bin überrascht, wie gut mir Auckland gefällt. Das ist mir in dieser finalen Woche nochmal klar geworden. In der Innenstadt begeistern mich die Vulkanhügel, Parks und multi-kulti Straßen. Außerdem ist die Nähe zu Devenport und den Inseln unschlagbar und bis Piha an der wilden Westküste braucht man auch nur 40 Minuten. Wir haben heute spontan einen Ausflug zur Insel Rongitoto gemacht und dort auf dem Vulkan – mit fantastischem Ausblick auf die Skyline – unseren mitgebrachten Kartoffelsalat verspeist. In welcher Metropole kann man Downtown eine Fähre nehmen, die einen zwanzig Minuten später auf einer nahezu unbewohnten vulkanischen Insel absetzt? Nach vier Stunden hatten wir nicht mal die Hälfte der Insel erkundet, ganz zu schweigen von den Lava-Caves. Liebe Backpacker: Wart ihr im Cornwall Park, auf dem Mount Eden, am Hafen, in Ponsonby, im Zoo oder auf wenigstens einer der nahegelegenen Inseln??? Nein. Dann hängt nicht auf dem Hostelsofa rum, sondern geht spazieren.

Verlaesslich heisst das Zauberwort

Neues Bild
Car Fair in Auckland

Heute drehte sich alles um unser Auto und ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben es gegen 11 Uhr für 1700 $ an ein junges Kiwipaar verkauft! So ein Autojahrmarkt ist ein besonderes Erlebnis. Man rollt auf die gepflegte Rassenfläche einer Pferderennbahn und reibt sich, ob des großen Angebots, die Augen. Unser Monti hat aber wirklich gut ausgeschaut („Looks really tidy“) und mit 2100 $ Ausgangspreis hatten wir den Marktwert auch ganz gut eingeschätzt für so ein “reliable car”. Die Zwischenhändler sind üble Typen und uns zum Glück erspart geblieben, worüber wir uns sehr freuen. Und weil sich heute alles ums Auto drehte, will ich auch nochmal los werden, dass mir das Fahren im Linksverkehr in NZ regelmäßig Herzrassen beschert hat. Vor allem als Beifahrerin hatte ich auf den engen und extrem kurvigen Straßen oft Panik, weil ich das Gefühl hatte, wir würden gleich den Abhang runter rasseln oder den Spiegel abfahren. Oft gibt es keine Straßenplanken und manchmal eben auch keine Straßenmarkierungen, sodass so mancher Fahrer die Kurven schneidet und einen an die Seite drängt. Überhaupt nehmen die Kiwis Kurven sehr schnell. Dann wäre da noch das Problem mit der fantastischen Aussicht über die so mancher Fahrer vergisst auch nach vorn zu schauen. Als Fahrerin war ich auch nicht besonders sicher und habe Monti beim Einparken einen Riss verpasst, aber es war ja unser Auto und der „gestupste“ Neuwagen hatte nur einen Kratzer. Nicht der Rede wert und als echter Kiwi ist die gute Frau mit einem Lächeln davon gefahren: „Never mind.“ Über die berühmt berüchtigten Gravel Roads (Schotterstraßen) hatte ich schon berichtet und dann gibt es da noch den beliebten Kreisverkehr, in den man natürlich verrückterweise auch verkehrtherum reinfahren muss. Auf der Autobahn wird man rechts überholt, durchgezogene Verbotslinien werden eigentlich nicht beachtet und der intuitive Blick ist immer falsch. Muss ich noch mehr sagen. Zum Glück gab es auf der Südinsel aber wirklich sehr wenig Verkehr. Toll ist auch, dass es außerhalb der Großstädte in NZ überhaupt keine Ampeln gibt und wir auch nie einen Blitzer gesehen haben. Ende gut, alles gut und wir waren heute zur Entspannung im wunderschönen Zoo von Auckland und haben doch tatsächlich im Haus für nachtaktive Tiere noch für 3 Minuten zwei Kiwis beobachten können. Sie haben am Dienstag erst ein Ei gelegt. Freu!!!

Die letzten Tage

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Working at the Car Wash…you know the famous song, right!?

Eine Woche haben wir in Auckland eingeplant, um unser Auto zu verkaufen…4000 km sind wir gefahren und hatten seit Christchurch keine Probleme mehr. Wir sind richtig zufrieden und ein wenig traurig, dass wir uns von Monti trennen müssen. So geputzt und mit neuer Lampe sieht er verdammt gut aus und im Stadtverkehr zeigt er sich von seiner besten Seite. Drückt uns mal die Daumen, dass sich morgen auf dem Car Fair (9-12 Uhr) ein würdiger neuer Eigentümer findet. Dann wären wir ganz entspannt und könnten in den letzten 48 Stunden noch etwas unternehmen. Sonst muss ich doch noch länger bleiben…

 

48 Hours for Culture in Wellington

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Wellington Waterfront

“You can’t beat Wellington on a good day.” So true and it’s definitely my favorite town in NZ. We had two sunny days in the capital and spent most of the time on the waterfront and at Mount Victoria. On top of the outdoor activities we checked out the new fantastic temporary exhibition by Candice Breitz and Jono Rotman at the Art Gallery and decided to buy tickets for Singin’ in the Rain. While the exhibition, totally unexpected, surprised me and moved me to tears at one point, I was a little bit disappointed by the musical show, but that is, what ART is all about. You give it a chance and you don’t know what you get. Besides the St. James theater is beautiful inside and we also enjoyed an hour of vibrant live Blues music at the bar Hotel Bristol later on that night. It was a short affair, but intense. See you again Wellington!

„An einem guten Tag kann man Wellington nicht überbieten.“ Wellington ist definitiv meine Lieblingsstadt in NZ. Wir haben die zwei sonnigen Tage an der Waterfront und auf dem Berg Victoria verbracht. Darüber hinaus haben wir uns noch den Kulturschock verpasst und waren in der Art Gallery, im Theater und in der Kneipe mit Livemusik. Die fantastische aktuelle und temporäre Ausstellung in der Art Gallery hat mich sehr bewegt, während ich vom Musical Singin‘ in the Rain etwas enttäuscht war. Danach sind wir aber noch in ein Blues Konzert ins Hotel Bristol gestolpert und die Impros der Band haben mich wiederrum total mitgerissen. Kunst überrascht eben und man weiß vorher nicht, was einen erwartet oder was man bekommt. Es war eine kurze Affäre mit Dir, Wellington, aber intensiv und wir sehen uns wieder!

Cook Strait Passage – Berühmt, Berüchtigt!

The drive from Picton to Wellington with the ferry Interislander on April 15 was quiet an adventure. Our ferry at nine a clock in the morning was cancelled, due to the stormy weather conditions in the Cook Strait passage between the islands. The ferry at 1:45 pm was about two hours late and we were told to expect waves between 5 and 9 meters. So it happened! Once we left the Sounds the observation deck was closed and soon after that we realized why. You would think that waves are not a big problem for such a massive and heavily loaded ship, but the sea wants the sea gets, as the Kiwis would say, and our ferry became a little bottle in the big blue ocean. When the captain made an announcement that I was not able to understand right away, because of the noise, I thought about the worst case and was wondering, if we would turn back after all these hours, but no: the captain just change the route and we arrived safely and tired in Wellington at 7 pm. Hurra!

Die Fahrt von Picton nach Wellington mit der Fähre Interislander am 15. April wurde für uns zum kleinen Abenteuer. Die Fähre morgens um 9 Uhr wurde wegen der extremen Wetterbedingungen abgesagt und wir wurden auf die Fähre um 13:45 Uhr umgebucht. Ab 12 Uhr standen wir am Hafen in der Schlange. Die Fähre hatte dann zwei Stunden Verspätung und es wurden Wellen von 5 bis 9 Metern angekündigt. Die Cook Strait Passage zwischen der Südinsel und der Nordinsel ist dafür bekannt, aber wenn man so durch die wunderschönen Sounds schippert, kann man sich das einfach nicht vorstellen. Kaum hatten wir die Sounds verlassen wurde die Aussichtsplattform aus Sicherheitsgründen geschlossen. Kurze Zeit später verwandelte sich unser großes und massiv beladenes Schiff gefüllt in eine kleine Flasche im großen, tiefblauen Ozean. Man würde ja denken, dass so ein Schiff mit Seegang heutzutage gut zurecht kommt, aber, wie es in einem Sprichwort heißt: Was die See will, die See bekommt! Ich fahre gerne Achterbahn und hatte meinen Spaß, aber vielen Leuten ging es richtig schlecht. Die Fahrt dauerte viel länger als geplant und als der Kapitän eine unverständliche Ansage machte, dachte ich schon, wir müssen wegen der hohen Wellen umdrehen. Er hat dann aber nur den Kurs angepasst und gegen 19 Uhr kamen wir doch noch sicher und müde in Wellington an. Ein Hoch auf die Seefahrt und die Crew!

PS: Stürmische Fotos folgen, sobald ich mal wieder eine brauchbar schnelle Internetverbindung habe.

Wildlife in Kaikoura

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Kaikoura

Die Ostküste der Südinsel kommt in meiner Berichterstattung wirklich zu kurz. Dabei ändert sich die Landschaft jeden Tag dramatisch. Wir fahren durch trockene, goldbraune Graslandschaften (eher Wilder Westen) und sehen Salzseen und bei Blenheim dann plötzlich Weinberge und Obstplantagen. In Kaikoura drehte sich alles um die Seehundkolonien.

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Seehunde ünerall / Seals
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Seal

Wir waren dort zwei Tage unterwegs und haben unendlich viele Seehunde und deren Pups (Nachwuchs) an der Küste von Kaikoura beobachten können. Zunächst haben wir sie nur aus der Ferne gesehen, aber irgendwann stolperte man dann regelrecht über sie, weil sie es sich auch am Parkplatz in der Sonne gemütlich machen.

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Sonnenliebhaber

Man soll sich den Tieren eigentlich nicht auf weniger als 10 Metern nähern…wenn sich die Seehunde nur auch daran halten würden. Die älteren Tiere sind eher träge und schlafen viel, aber die Jungtiere schwimmen und spielen wie verrückt im Wasser oder hüpfen von Felsen zu Felsen. Es gibt hier auch einen Wasserfall, den sich die Jungtiere als Spielplatz ausgesucht haben, während die Mamas raus auf das Meer schwimmen, um Fisch zu fangen. Die Seehunde haben hier, abgesehen von den Walen, keine Fressfeinde und toben sich richtig aus. Ich wüsste nicht, wo es das in Europa noch zu beobachten gibt. Bei so viel Wildlife direkt vor der Nase braucht man dann auch keine Walbeobachtungstour mehr, die wir wegen der hohen Preise nicht gemacht haben, obwohl die Verlockung groß war. Die Bedingungen sollen hier optimal sein, weil es vor der Küste einen tiefen Meeresgraben gibt, aber jeder Spass hat seine preisliche Schmerzgrenze und die haben die Anbieter hier in Neuseeland wieder mal überschritten. (Der günstigste Anbieter lag bei 145 $ pro Person.)

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Containers and Creativity in Christchurch

English version will follow! Sorry.

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Construction area next to a destroyed theater in Christchurch

In Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands, konkurrieren zurzeit Bagger mit Blumenkübeln, Krähne mit Graffitikunstwerken, Baustellen mit kreativ gestalteten Freiflächen und Ruinen mit modernen (Container)Neubauten, um die Aufmerksamkeit der Besucher. Die Stadt wurde 2010 und 2011 von Erdbeben getroffen und weitreichend zerstört. Man kann auch nach 4 Jahren die schweren Schäden überall sehen, obwohl natürlich seitdem bereits unendlich viel aufgeräumt, repariert und neu gebaut wurde. Im zentralen Stadtkern waren diverse Gebäude eingestürzt oder wurden so schwer beschädig, dass sie aufwendig restauriert oder abgerissen werden müssen. Jeder Spaziergang wird zu einer kleinen Entdeckungsreise.

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Church downtown Christchurch

Während man ratlos vor der Kirchenruine steht und sich fragt, ob diese noch zu retten ist, kann man ein paar Straßen weiter seine Nase an die Glastüren des wieder aufgebauten Theaters drücken und sich über das kleine Wunder freuen. Mit etwas Glück trifft man dort, so wie es mir geschah, auch auf eine nette Dame vom Abenddienst, die einem um Mitternacht noch die Chance gibt einen Blick in den wunderschönen, mit Gold und Malereien verzierten, Saal zu gewähren. Ebenfalls in der Nähe befindet sich der von mir heiß geliebte Dance-O-Mat auf einer Freifläche. Für 2 Dollar, die man in eine umgebaute Waschmaschine wirft, kann man eine halbe Stunde unter freiem Himmel tanzen. Eine super Idee, die entstand, weil in der Stadt alle Clubs geschlossen waren und die Künstler der Community wieder eine Tanzfläche zur Verfügung stellen wollten.

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Downtow / Re:Start everywhere
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Destroyed Street

Ja, so habe ich diese Stadt und ihre Bewohner kennen gelernt in diesen fünf Tagen – erfüllt von Offenheit, Zuversicht und Dankbarkeit. In der Bibo entschuldigt man sich, dass man nicht länger mit mir über das Erdbeben sprechen kann, weil es gerade so voll ist, und findet dann doch Zeit für ein paar Sätze. Im Botanischen Garten erklärt die Kollegin freudig, dass dieser großartige Bau vor einem Jahr eröffnet wurde und auch unser Automechaniker (Monti hat ein nagelneues Thermostat und läuft erst mal wieder) erzählt nebenbei, dass er sein Haus verloren hat. Sein Betrieb, da in der Sperrzone gelegen, war drei Monate vollkommen geschlossen und danach wäre es zunächst eine Geisterstadtatmosphäre gewesen, aber nun habe er ein neues Haus und das Unternehmen läuft wieder ganz gut…nur der Weg zur Arbeit sei nun doppelt soweit. Soviel Optimismus hätte ich auch gern und schaue auch gerne den Surfern zu, die hier offensichtlich das Leben – das eben weiter geht – genießen. Christchurch ist schon toll gelegen, so am Pazifik, aber hier den oberirdischen und unterirdischen Wiederaufbau mit zu gestalten ist eine große Herausforderung. Bleibt nur zu hoffen, dass den Menschen hier die Kraft nicht ausgeht und diese Region möglichst lange von einem nächsten Erdbeben verschont bleibt.

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Food truck in front of a destroyed building

Wellington and the Movie Industry

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Welcome to “Middle of Middle Earth”. That is, what my Wellington Film Map promised and I had a very interesting day yesterday. I drove to the suburb Miramar by Bus to visit the Weta Cave Workshop and the whole neighborhood seems to work around the Movie Industry.

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Weta Cave Trolls

Weta Cave is really cool and one of the big five workshops in the world where creative minds develop fancy creatures, weapons for aliens and costumes for movies and work together with directors to offer everything from preproduction to postproduction, visual arts and special effects. In fact it is a big playground for grownups. The workshop has been around since the late 1980ies and is world famous now, because they worked together with Sir Peter Jackson to produce the Trilogies The Lord of the Rings and The Hobbit. They offer a behind-the-scenes film about the history of the workshop and I was excited to find out that they produced the costumes and stuff for Hercules and Xena. I used to watch these TV-Series a lot, when I was a teenager. The tour itself is a little short, but I still would say it is a must do for theatre and movie fans. Don’t you want to feel the gun from the movie District Nine in your hands for a few seconds? Seriously, you will learn a lot about the Art of making Science Fiction Movies and that is great. There is also an Art Deco Cinema not far away from Weta Cave that is called Roxy and there you can meet Gandalf the Grey. I continued my day with a walk along Evans Bay and up to Mount Victoria, where a scene for The Lord of the Rings was filmed on 11 October, 1999. The 360 degree view is as stunning as a movie final and that is The End.

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Weta Cave Workshop

http://wetaworkshop.com/about-us/history/

Wellington und die Filmindustrie

Willkommen im “Zentrum von Mittelerde” verspricht mein Stadtplan zur Erkundung der Filmwelten von Wellington (kostenlos in der i-Site erhältlich). Bucht bloß nicht die teure Tour. Man kann alles auf eigene Faust erkunden und viel Geld sparen. Ich bin mit dem öffentlichen Bus in den Vorort Miramar gefahren. Dort befindet sich Weta Cave, eine der fünf erfolgreichsten Filmwerkstädten weltweit, in der kreative Köpfe böse Filmkreaturen von morgen und deren Kostüme und Waffen entwickeln. Weta Cave bietet unter einem Dach von der Unterstützung bei der Ausarbeitung erster Ideen bis zur Herstellung, Bearbeitung und Nachbereitung alles an, was nötig ist, um einen guten Science Fiction Film zu produzieren. Sie haben sich außerdem auf 3D, Visual Arts und Special Effects spezialisiert. Avatar lässt grüßen und ist nur einer der vielen Filme, die hier umgesetzt wurden. Die Werkstatt wurde 1987 von Richard Taylor und Tania Rodgers gegründet und ist inzwischen wegen der Zusammenarbeit mit Sir Peter Jackson und der Umsetzung der Triologien Der Herr der Ringe und Der Hobbit weltberühmt. Man kann einen kurzen Film zur Geschichte der Firma ansehen. Es ist eine gute Einstimmung auf die geführte Führung, weil man dann die wichtigsten Filmszenen direkt im Kopf hat, die hier erarbeitet wurden. Ich war ganz fasziniert, dass hier die Kostüme und Waffen für die TV-Serien Hercules und Xena angefertigt wurden. Beide Serien habe ich als Teenagerin intensiv konsumiert. Die Tour durch die Werkstätten an sich ist mit fünfundvierzig Minuten veranschlagt und etwas kurz, aber man sieht viele Ausstellungstücke aus tollen Filmen. Die Alienwaffe aus dem Film District Nine konnte ich zum Beispiel mal in der Hand halten. Es ist ein Highlight für alle Theater- und/oder Filmliebhaber. Man weiß jeden Science Fiction Film danach mehr zu schätzen, weil man eine Vorstellung davon bekommt, wie viel Arbeit es macht, solche Filme zu produzieren. Das Gelände selbst ist nicht spektakulär, gut in die Nachbarschaft integriert und hat von außen betrachtet noch das Flair von ein paar Lagerhallen und Garagen. Nicht weit entfernt gibt es ein Art Deco Kino namens Roxy und dort kann man Gandalf treffen. Das Kinoprogramm an sich ist im Roxy’s ebenfalls empfehlenswert.

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Gandalf the Grey / The Lord of the Rings / Roxy Cinema

Ich bin dann an der Evans Bay zurück spaziert und zum Mount Victoria gelaufen. Dort wurde eine Szene für Der Herr der Ringe gedreht und der 360 Grad Panoramaausblick ist überwältigend. Sir Peter Jackson plant übrigens, wie man den Zeitungen entnehmen konnte, ein neues Filmmuseum in Wellington. Na dann, auf in die Zukunft. Ende.

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Happy on Mount Victoria

 

Paihia and Bay of Islands

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Paihia Habour / Hafen und Strand von Paihia

Paihia is much smaller, compared with Whangarei, but the Bay of Islands catches your attention immediately and you can’t help but search the ocean for islands, boats and birds. The waterfront reminds me of Halifax in a certain way and I really like it. I made a hike to the Falls and saw a lot of birds. In fact there was a tree with so many couples of birds that I thought the perches might break under the burden.

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Birds, Birds, Birds

On my way back from that hike I passed through the area were the treaty of Waitangi was signed and talked to an old man who told me that today is not only Labor Day, but also (and more important for the people) the “real” Independence Day. They will have a meeting tonight to discuss new developments and stuff in New Zealand Society and I even saw that they are using a different flag. I’m not an expert, when it comes to history and this whole subject needs more research for sure. Paihia is kind of the birthplace of the nation and New Zealand’s most historique site (http://www.nzhistory.net.nz/politics/treaty-of-waitangi). We talked a while about politics and stuff and he finished with the phrase “What do we need money for anyway”, after telling me, that we are really far away from anything here, the weather is never too cold, the seeds grow and life can be great, if the people have a good heart. He asked me about the latest news in Europe. The apples, that the German farmers can’t export to Russia right now, because of the Ukraine crisis came up to my mind first (article in the TAZ). Irony, of course. I realized, that I haven’t fallowed any news since I’m here – no TV, no radio and no newspapers. Lot’s of time for independent thinking instead. That’s it for today…I’m really tired.

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Paihia und die Tausend Inseln

Paihia ist, im Vergleich zu Whangarei, viel kleiner, aber die Bay of Islands zieht alle Aufmerksamkeit auf sich und man kann gar nicht aufhören am Horizont nach neuen Inseln, Booten und Vögeln Ausschau zu halten. Die Hafenpromenade erinnert mich irgendwie an Halifax in Kanada und deshalb fühlte ich mich hier gleich sehr wohl. Ich habe gleich eine Wanderung zu den Wasserfällen gemacht und auf dem Weg ebenfalls viele Vögel gesehen. In einem Baum waren so viele Nester und Vögel, dass ich mir dacht die Äste müssten eigentlich unter dem Gewicht gleich durchbrechen. Als ich später mit anderen Leuten aus dem Hostel sprach, die die gleiche Wanderung gemacht haben, war ich überrascht, dass einige den Baum nicht gesehen hatten. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin an dem Gelände mit Museum vorbei gekommen, wo der Vertrag von Waitangi zwischen den Europäern und den Maori unterschrieben wurde. Die Maori sind die Ureinwohner Neuseelands. Ich sprach mit einem älteren Herrn und er erzählte mir, dass heute nicht nur Labor Day sei, sondern auch, und das sei viel wichtiger für die Maori, der „richtige“ Independence Day. Er hat auch erzählt, dass heute Abend ein Treffen der führenden Maori stattfinden wird, wo sie wichtige gesellschaftliche Entwicklungen in Neuseeland diskutieren werden. Sie benutzen auch eine andere Flagge. Ich weiß zu wenig über die Geschichte Neuseelands und sollte die Zusammenhänge und Hintergründe mal recherchieren. Paihia ist der Ort, in dem sich die Geburtsstunde Neuseelands als Nation abgespielt hat. Wir haben noch eine Weile über Politik und aktuelle Entwicklungen gesprochen und ich erinnere mich noch gut daran, dass er mich fragte: “What do we need money for?” Wir seien doch hier weit ab von allem, das Wetter sei nie zu schlecht, die Samer gehen im Boden auf und das Leben kann großartig sein, wenn die Menschen ein gutes Herz haben. Er fragte mich auch nach Neuigkeiten aus Europa. In dem Moment fielen mir die Äpfel ein, die deutsche Bauern im Moment wegen der Ukrainekrise nicht nach Russland exportieren können. Ich hatte den Artikel in der TAZ gelesen. Seitdem ich in Neuseeland angekommen bin habe ich überhaupt keine Nachrichten mehr bewusst gelesen, gehört oder verfolgt. Da bleibt viel mehr Zeit um frei nachzudenken.

 

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Mein neue Lieblingsplatz