A small Country, a big Adventure

Thank you so much New Zealand! I traveled arround here for seven mounth and it was a thrilling experience. Your people change me and your landscapes are overwhelming. Every single day was a special day! I am flying back home, but i will miss you and daydream about your forests, beaches and mountains.

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Cape Farewell

Ein kleines Land, ein großes Abenteuer

Ach, Neuseeland! In sieben Monaten und zwei Wochen ist fast kein Tag vergangen, an dem ich nicht über die Schönheit der Natur gestaunt habe, die hier noch zu finden ist. Die tropischen Wälder, die unendlich langen Sandstrände, malerischen Berge und faszinierenden Vulkane. Der Blick in den Krater des Mount Ngauruhoe, nach einem Aufstieg durch Asche und über ein Eisfeld. Wandern zur Bob’s Bay in der Silversternacht. Ein Sternenhimmel über dem Kepler Track, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen habe. Auf Stewart Island im Pacific schwimmen gehen, mit dem Wissen, dass man der Antarktis wohl nie wieder so nah sein wird. Urige Vögel und verspielte Seelöwen in freier Wildbahn, denen ich stundenlang zuschauen könnte. Durchatmen auf jedem Lookout. Ach Neuseeland, dein Wetter hat meine Lebensgeister beflügelt. Die triefende Feuchtigkeit in der Luft, die spürbare Kraft der brennenden Sonne und dieser kräftig-salzige Seewind, der mir immer einen freien und unbeschwerten Kopf beschert. Und Neuseeland glaube mir, die Menschen, die ich hier getroffen habe, haben mich verändert! Einheimische Kiwis ebenso, wie gleichgesinnte Reisende. Mit Herzlichkeit und Vertrauen (in mich), haben sie mein Herz erobert. Die Türen standen fast immer weit offen. In Pahia, Greymouth und vorallem in Oban war ich in der Fremde Zuhause. Backpacker trifft man immer zweimal, oft dreimal, und mit Babs und Domi hatte ich einen heiden Spass beim Wandern und ausgehen. Worte können kaum beschreiben, was ich hier in so mancher Minute gefüllt und erlebt habe. Nur die Tourismusbranche solltest Du vielleicht nicht weiter ausbauen liebes Neuseeland, denn Deine wilde Schönheit ist in Gefahr. Trampingtracks sollten auch Trampingtracks bleiben. Mach es uns nicht zu einfach. Wir sind (zu)viele und auf so manchen Menschen, der auf dem Great Walk nach dem nächsten Supermarkt fragt oder seine Babywindel am Wegrand ablegt, kannst Du gut verzichten. Lieben Dank Neuseeland und an Euch alle, die ihr meine Reise bereichert, unterstützt und begleitet habt. Ihr habt meine Freude um ein vielfaches multipliziert. Ich steige heute in den Flieger. Es geht zurück nach Deutschland. Den Blog werde ich noch eine Weile vorführen und bearbeiten, weil mir oft die Zeit fehlte Ideen in Texte zu verwandeln und Fotos hochzuladen. Wir hören und sehen uns also noch.

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Waves
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Lunch auf dem Vulkan

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Blick von Rongitoto auf die Skyline von Auckland

Ich habe unter Backpackern oft vernommen, dass ihnen Auckland nicht gefallen hat. Nach insgesamt drei Wochen hier (Ort meiner Ankunft und Abreise) kann ich diese Meinung nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich bin überrascht, wie gut mir Auckland gefällt. Das ist mir in dieser finalen Woche nochmal klar geworden. In der Innenstadt begeistern mich die Vulkanhügel, Parks und multi-kulti Straßen. Außerdem ist die Nähe zu Devenport und den Inseln unschlagbar und bis Piha an der wilden Westküste braucht man auch nur 40 Minuten. Wir haben heute spontan einen Ausflug zur Insel Rongitoto gemacht und dort auf dem Vulkan – mit fantastischem Ausblick auf die Skyline – unseren mitgebrachten Kartoffelsalat verspeist. In welcher Metropole kann man Downtown eine Fähre nehmen, die einen zwanzig Minuten später auf einer nahezu unbewohnten vulkanischen Insel absetzt? Nach vier Stunden hatten wir nicht mal die Hälfte der Insel erkundet, ganz zu schweigen von den Lava-Caves. Liebe Backpacker: Wart ihr im Cornwall Park, auf dem Mount Eden, am Hafen, in Ponsonby, im Zoo oder auf wenigstens einer der nahegelegenen Inseln??? Nein. Dann hängt nicht auf dem Hostelsofa rum, sondern geht spazieren.

Verlaesslich heisst das Zauberwort

Neues Bild
Car Fair in Auckland

Heute drehte sich alles um unser Auto und ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben es gegen 11 Uhr für 1700 $ an ein junges Kiwipaar verkauft! So ein Autojahrmarkt ist ein besonderes Erlebnis. Man rollt auf die gepflegte Rassenfläche einer Pferderennbahn und reibt sich, ob des großen Angebots, die Augen. Unser Monti hat aber wirklich gut ausgeschaut („Looks really tidy“) und mit 2100 $ Ausgangspreis hatten wir den Marktwert auch ganz gut eingeschätzt für so ein “reliable car”. Die Zwischenhändler sind üble Typen und uns zum Glück erspart geblieben, worüber wir uns sehr freuen. Und weil sich heute alles ums Auto drehte, will ich auch nochmal los werden, dass mir das Fahren im Linksverkehr in NZ regelmäßig Herzrassen beschert hat. Vor allem als Beifahrerin hatte ich auf den engen und extrem kurvigen Straßen oft Panik, weil ich das Gefühl hatte, wir würden gleich den Abhang runter rasseln oder den Spiegel abfahren. Oft gibt es keine Straßenplanken und manchmal eben auch keine Straßenmarkierungen, sodass so mancher Fahrer die Kurven schneidet und einen an die Seite drängt. Überhaupt nehmen die Kiwis Kurven sehr schnell. Dann wäre da noch das Problem mit der fantastischen Aussicht über die so mancher Fahrer vergisst auch nach vorn zu schauen. Als Fahrerin war ich auch nicht besonders sicher und habe Monti beim Einparken einen Riss verpasst, aber es war ja unser Auto und der „gestupste“ Neuwagen hatte nur einen Kratzer. Nicht der Rede wert und als echter Kiwi ist die gute Frau mit einem Lächeln davon gefahren: „Never mind.“ Über die berühmt berüchtigten Gravel Roads (Schotterstraßen) hatte ich schon berichtet und dann gibt es da noch den beliebten Kreisverkehr, in den man natürlich verrückterweise auch verkehrtherum reinfahren muss. Auf der Autobahn wird man rechts überholt, durchgezogene Verbotslinien werden eigentlich nicht beachtet und der intuitive Blick ist immer falsch. Muss ich noch mehr sagen. Zum Glück gab es auf der Südinsel aber wirklich sehr wenig Verkehr. Toll ist auch, dass es außerhalb der Großstädte in NZ überhaupt keine Ampeln gibt und wir auch nie einen Blitzer gesehen haben. Ende gut, alles gut und wir waren heute zur Entspannung im wunderschönen Zoo von Auckland und haben doch tatsächlich im Haus für nachtaktive Tiere noch für 3 Minuten zwei Kiwis beobachten können. Sie haben am Dienstag erst ein Ei gelegt. Freu!!!

Die letzten Tage

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Working at the Car Wash…you know the famous song, right!?

Eine Woche haben wir in Auckland eingeplant, um unser Auto zu verkaufen…4000 km sind wir gefahren und hatten seit Christchurch keine Probleme mehr. Wir sind richtig zufrieden und ein wenig traurig, dass wir uns von Monti trennen müssen. So geputzt und mit neuer Lampe sieht er verdammt gut aus und im Stadtverkehr zeigt er sich von seiner besten Seite. Drückt uns mal die Daumen, dass sich morgen auf dem Car Fair (9-12 Uhr) ein würdiger neuer Eigentümer findet. Dann wären wir ganz entspannt und könnten in den letzten 48 Stunden noch etwas unternehmen. Sonst muss ich doch noch länger bleiben…

 

10 Meter bis zum Meer – Coromandel Peninsula

Die letzten Urlaubstage vor der Abreise in Auckland haben wir auf der Coromandel Peninsula verbracht. Diese schöne Ecke auf der Nordinsel hatte ich bis zum Schluss aufgeschoben, weil das Wetter hier auch im Herbst noch Sonne verspricht und man sich am Hot Water Beach eine heiße Badewanne bauen kann, wenn einem doch mal kalt wird. Das Örtchen Hahei ist ein Paradies für Surfer und unser Campingplatz lag wieder direkt am Meer. So waren wir morgens schwimmen und haben bei Sonnenschein die berühmte Cathedral Cove erkundet. Nur mit der Badewanne am Strand wollte es nicht klappen, weil die Wellen auch bei Ebbe so kräftig waren, dass das kalte Wasser einem immer entgegen peitschte und wir uns trotz Schaufel kein Loch am Hot Water Beach buddeln konnten. Gespürt haben wir die vulkanischen Aktivitäten schon, denn an manchen Stellen hatte man das Gefühl Sand und Wasser kochen, aber Entspannung wollte sich bei dem Gezeitenwetterstress nicht einstellen. Wir sind dann noch für zwei Nächte über Colville bis nach Port Jackson, ganz im Norden dieser Halbinsel gelegen, gefahren. Die Abgeschiedenheit ist wunderschön, solange man nicht, wie ich, aus Unwissenheit beim vorbereiten des Abendessens rohe grüne Bohnen knabbert. Irgendwann sagte mir Nils das Bohnen roh giftig seien. Ich habe die halbe Nacht wach gelegen und darüber nachgedacht, ob sich an diesem Beispiel zeigt, dass die soziale Herkunft das Bildungsniveau entscheidend beeinflusst. Ich habe überlebt und wir haben über die Schlagzeile „Deutsche Touristin stirbt in NZ an Bohnenvergiftung“ gelacht. Alles steht heute auf den Verpackungen („Die Füllmenge kann technisch bedingt variieren…“ blabla), aber das ein Gemüse roh in hohem Maße giftig ist und schon fünf Bohnensamen reichen, um eine tödliche Vergiftung herbeizuführen, dass steht nicht auf der Verpackung. Nun denn: Möge ich weiter dazu lernen und die Allgemeinbildung auf der Welt erhalten bleiben.

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Cathedral Cove

Hobbiton Movie Set

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Hobbit house

What can I say: after six month in NZ I am totally fascinated by the beautiful (film set) landscapes and I was no longer able to resist the wish to finally see the hobbit holes and the party tree. I even I brought the Lord of the Rings location guide book a while ago and I really enjoy it. Smile. The Hobbiton Movie Set is located on a farm close to Matamata and hidden in green hills. One has to book a guided tour to visit the area, but it is worse the money. The area is bigger than I thought and really lovely. They have gardeners to make sure that the movie set just looks like Peter Jackson is shooting here tomorrow and the hundreds of prop details are amazing. I had a picture perfect sunny afternoon to wonder around in this small Hobbiton world. I only wish that the tour guide girl would have been a little less stressed out. I mean, I know that we all just come to make these o so important hobbit hole pictures, but that does not mean, that I do not enjoy the stories behind it all. In fact I loved them and I will share a story here. Imagine that volunteer students helped to transform natural apple trees into plum trees by picking every single natural leave and fruit and decorate the apple tress with plastic plum tree leaves and fruits. Unbelievable, isn’t it!?

Im Reich der Hobbits

Was soll ich sagen: nach 6 Monaten in NZ bin ich vollkommen fasziniert von den (Filmset)Landschaften die mich umgeben und konnte dem Wunsch Hobbithäuschen zu sehen nicht mehr wiederstehen. Ich habe vor einiger Zeit sogar ein Büchlein gekauft, mit dessen Hilfe man diverse Herr der Ringe Drehorte aufsuchen kann. Ein heiden Spass, vorallem weil man sich immer auf Gravel Roads wiederfindet und hofft, dass das Auto mitmacht. Das Hobbiton Movie Set befindet sich in der Nähe des Ortes Matamata auf einer Farm und versteckt in grünen Hügeln. Man muss eine Tour buchen, aber das Gelände ist viel größer als ich dachte und wirklich liebenswert gestaltet. Es gibt sogar Gärtner, die den Garten bewirtschaften und die Vorgärten der Hobbithäuschen pflegen. Alles sieht so aus, als würde Peter Jackson hier morgen dort filmen wollen und die Details sind hinreisend. Einen schöneren sonnigen Nachmittag hätte ich mir nicht ausmalen können, um in der Welt der Hobbits spazieren zu gehen. Leider war die junge Frau, die uns die Tour gegeben hat, recht gestresst. Es ist bestimmt anstrengend dort zu arbeiten, wenn alle Touris immer nur die Hobbithausfotos machen wollen und mindestens die Hälfte der Gruppenteilnehmer/innen kein Englisch versteht, aber was tut es. Mir haben die Filmsetgeschichten wirklich gefallen und davon hätte ich mir mehr gewünscht. Man kann sich den Aufwand für einen Filmdreh viel besser vorstellen, wenn man weiß, dass unzählige Studenten freiwillig Apfelbäume in Pflaumenbäume verwandelt haben. Ja, genau. Sie haben tatsächlich in stundelanger Arbeit alle Blätter und Früchte per Hand abgepflückt und die Bäume mit künstlichen Pflaumenbaumblättern und Früchten dekoriert. Ich finde das wirklich großartig und unglaublich! Hobbiton lohnt sich also und landet auf meiner Filmlocation-Must-Do-List auf Platz 2, gleich hinter dem Mount Doom und vor den Weta Caves in Wellington.

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The Party Tree

Whanganui River Road and Tongariro

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Wolken im Tongariro Nationalpark

Driving out of Wellington was kind of stressful, because after all these weeks in the wilderness we are not used to traffic anymore, not to speak about the fact, that the Kiwis are still driving on the wrong side. Where are all the cars/people coming from anyway? Not sure, but we quickly had enough and decided to drive down to Taupo via the Whanganui River Road and that was a fantastic decision. You end up alone in a beautiful valley and you fallow the river to a mill, to a maori settlement and to a village called Jerusalem. I also discovered the Tongagrio National Park in a different way this time. Thanks to Monti we were able to stay on a DOC campsite for two nights. The crystal clear sky was perfect to observe the stars, but it was bitterly cold to sleep on latitude of 1000 meters. We did half of the Tongariro crossing again and spent a day in Iwikau Village fallowing the footsteps of the Lord of the Ring crew. The crew stay at the Chateau Hotel Tongariro for a few weeks to shoot the scenes of Mordor in the mountains. It is a spectacular scenery and it was a pity the Mount Ruapehu was hidden in clouds all day long.

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Berge bei Iwikau

Auf der Nordinsel sind deutlich mehr Autos unterwegs und aus Wellington raus zu fahren hat uns leicht gestresst. Wir sind es nach all den Wochen in der Wildnis nicht mehr gewohnt im Stadtverkehr unterwegs zu sein. Die Kiwis fahren auch immer noch auf der falschen Straßenseite und daran gewöhnt man sich einfach nicht. Wir haben recht schnell wieder abgelegene Strecken ausgesucht und sind die Whanganui River Road gefahren. Das ist eine tolle Strecke die einen quassi allein in ein wunderschönes Flusstal führt und zu einer Maori Siedlung und einem Dörfchen namens Jerusalem. Auch die Tage im Tongario National Park waren toll, weil wir dank Monti auf einem DOC Campinglatz auf 1000 Meter Höhe zelten konnten. Die sternenklaren Nächte waren sehr schön und bitter kalt, aber morgens ist das Flusswasser sehr belebend und beim wandern wird einem auch wieder warm. Das Tongario Crossing haben wir bis zum roten Krater (etwa die Hälfte) gemeistert und den Folgetag in Iwikau verbracht. Die Herr der Ringe Filmcrew hat mehrere Wochen im Chateau Hotel Tongariro gewohnt und in den Bergen dort die Mordor Szenen gedreht. Es ist eine karge, vulkanische Landschaft und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie es gewesen sein muss hier zu drehen. Mount Ruapehu hat sich die meiste Zeit mystisch in Wolken gehüllt, aber das hatte auch etwas.