Thames and the Steampunk

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Thames is by all means a small town. Shops close at 5 pm and bars around 8:30 pm and there nothing you can do really. I thought I could go for a hike, but the Rail Way Trail fallows the highway for about 7 km and that was not was I was looking for. I tried two other roads to go up the hills and into the woods, but I only found dead ends. So basically you can see the forest, but you can’t get there without a car. The other thing that bothered me was that I read a sign announcing a Steampunk Art Festival that was supposed to start today, but I was not able to find out any information’s about the venues. When I asked some locals in a bar it took about 15 Minutes until we figured out that I missed everything today (exhibition closed at 4 pm and the parade is tomorrow). We ended up chatting with them for a while, because they agreed that the town needs more marketing and communication. I mean, how is it possible, that I enter a tourist information center at 9:30 am and nobody is telling me anything about an Art Festival that is happening in town. I will miss the big parade tomorrow night, because I booked a bus to go to Rotorua early in the morning. Bye, bye Thames – mysterious gold mine town.

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Thames Look Out / Ausblick auf Thames

Thames ist in jeder Hinsicht eine merkwürdige Kleinstadt mit einladenden Bergen im Hintergrund. Die Läden schließen um 17 Uhr, die Supermärkte und Bars um 20:30 Uhr. Das Hostel ist ok, aber der Herr an der Rezeption ist wenig interessiert, als ich ihn frage, was man denn hier so machen kann. In der Touristeninformation habe ich heute früh auch nichts rausbekommen bezüglich lokaler Wanderwege. Der Rail Way Trail wird empfohlen, aber ich war enttäuscht, weil man die ersten 7 km direkt am Highway entlang läuft und das ist nicht das, was ich mir vorstelle. Da man den Wald und die Hänge sieht habe ich auch versucht einfach mal zwei Straßen (Road View Road klingt ja z.B. nicht schlecht) hochzulaufen, aber alles endet auf Privatgrundstücken und nirgends scheint es kleine Wanderwege zu geben, die zu Fuss vom Ort zu erreichen sind. In den zwei Haupteinkaufsstraßen kriegt man den Tag rum, aber man freut sich, dass man bereits einen Bus gebucht hat um nächsten Tag weiter reist. Es gibt einen Costal Walk und einige Secondhand Läden.

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Thames Second-hand

Rückblickend waren heute definitiv die Begegnungen mit den Menschen das Interessante. Einmal hatte ich nach Wanderwegen gefragt und der Typ meinte er ist vor 10 Jahren weggezogen, aber sein Kumpel könnte es vielleicht wissen. Ich bin also mit ihm die Straße runter gelaufen zu einem Haus gleich um die Ecke und derweil erzählt er mir sein Kumpel würde auch jagen gehen. Zwei Minuten später stehe ich in einer eigentlich netten Nachbarschaft vor einem seltsamen Haus. Dann fallen mir die großen abgesägten Kakteen auf der Ladefläche eines Autos auf, daraufhin die Tierkopfskelete auf dem Garagendach und ich denke ach ja Jäger und lehne 30 Sekunden später das Angebot ab auf meinem Spaziergang begleitet zu werden. Wie ich so davon gehe realisiere ich, dass die drei abgezogenen Tierhäute rechts ganz frisch sind, wegen der Fliegen und dem Geruch. Ich mache ein Foto und laufe dann gleich nochmal einen Schritt schneller, weil mir das plötzlich doch alles nicht geheuer vorkommt. Zehn Minuten später denke ich meine Güte, was stellst Du Dich immer so an und wirst gleich nervös. Die beiden Typen waren wirklich nett.

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House of a hunter / Haus eines Jägers

Abends habe ich dann ein großes Plakat gesehen auf dem ein Steampunk Festival angekündigt wird, dass tatsächlich heute beginnen und 14 Tage dauern sollte – allerdings werden keine Lokalitäten benannt. Ich frage mich, wie mir das trotz dem langen Fragespiel in der Touristeninformation und dem Stadtspaziergang entgangen sein konnte. Da ich aus der ganzen Situation nicht schlau wurde habe ich dann in einer Bar nachgefragt und geriet in ein sehr nettes einstündiges Gespräch mit den einzigen vier Gästen. Dank Zeitung und Internet haben wir dann auch nach 15 Minuten rausbekommen, dass ich hätte eine Ausstellung besuchen können und die Parade morgen Abend leider verpassen werde. Wir waren uns einig, dass das Örtchen seine Marketingstrategien verbessern muss und hatten ein abwechslungsreiches Gespräch. Tschüss Thames – mysteriöse Stadt mit Goldrauschtradition.

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